EU-Gericht entscheidet erneut zu Finanzierung des Fehmarnbelt-Tunnels
28.02.2024 - 05:50:09Knackpunkt ist unter anderem die Frage, ob die EU-Kommission die dĂ€nischen Staatshilfen fĂŒr das Projekt zu Recht genehmigt hat.
Der rund sieben Milliarden Euro teure, vierspurige StraĂen- und Eisenbahntunnel soll laut gegenwĂ€rtigen Planungen im Jahr 2029 eröffnet werden und die deutsche Ostseeinsel Fehmarn und die dĂ€nische Insel Lolland verbinden. Er soll die Fahrzeit von Hamburg nach Kopenhagen mit dem Zug auf rund zweieinhalb Stunden verkĂŒrzen. UmweltschĂŒtzer kritisieren das Projekt seit Jahren.
Es ist nicht die erste Klage in dieser Sache, die in Luxemburg verhandelt wird. Die EU-Kommission hatte das Finanzierungsmodell bereits 2015 genehmigt. Auf Klagen verschiedener FĂ€hranbieter hin erklĂ€rte das Gericht der EU diesen Beschluss jedoch teilweise fĂŒr nichtig. Das höchste europĂ€ische Gericht, der EuropĂ€ische Gerichtshof (EuGH), bestĂ€tigte die Entscheidung. Die BrĂŒsseler Behörde unterzog die Beihilfen daraufhin einer genaueren PrĂŒfung und genehmigte sie erneut - was die Reedereien Scandlines DĂ€nemark und Scandlines Deutschland nun wieder vor dem Gericht der EU beanstanden.
DĂ€nemark klagt ebenfalls gegen den Kommissionsbeschluss: Die MaĂnahmen hĂ€tten nach Ansicht des Landes gar nicht erst als staatliche Beihilfe eingestuft werden dĂŒrfen. Auch in diesem Fall verkĂŒndet das Gericht am Mittwoch ein Urteil.

