IAEA-Gremium, Offenlegung

IAEA-Gremium verlangt Offenlegung von Irans Uran-BestÀnden

10.06.2026 - 17:02:20 | dpa.de

Das Lenkungsgremium der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) macht Druck auf Teheran wegen mangelnder Informationen zu den Uran-BestÀnden im Iran.

Es sei "unerlÀsslich und dringend", dass die Islamische Republik ihre VorrÀte an nuklearem Material vollstÀndig offenlege, forderte der Gouverneursrat der IAEA in Wien in einer Resolution.

Die Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten die Resolution initiiert. Darin verlangt der Gouverneursrat auch, dass der Iran IAEA-Inspektoren Zugang gewĂ€hren solle. Damit soll sichergestellt werden, dass kein nukleares Material fĂŒr militĂ€rische Zwecke abgezweigt wird, wie aus dem Text hervorgeht. Das IAEA-Gremium bekrĂ€ftigte auch seine Drohung, den UN-Sicherheitsrat in New York einzuschalten, sollte Teheran weiterhin nicht kooperieren.

Seit Monaten Blockade von Atominspektionen im Iran

Die IAEA durfte in den vergangenen Monaten die Uran-BestĂ€nde und die meisten Atomanlagen im Iran nicht ĂŒberprĂŒfen. Teheran ließ im vergangenen Quartal nur die Inspektion seines Kernkraftwerks in Buschehr zu. Insgesamt verfĂŒgt das Land ĂŒber 22 Anlagen, die zu einem großen Teil von den Vereinigten Staaten und Israel angegriffen worden sind.

Aus Sicht des Iran sind Inspektionen in den beschĂ€digten Nuklear-Standorten nicht möglich. Der Iran besitzt laut frĂŒheren IAEA-Untersuchungen mehr als 400 Kilogramm hoch angereichertes Uran. Teheran bestreitet, dieses beinahe waffentaugliche Material fĂŒr den Bau von Atombomben benutzen zu wollen.

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