EU-Kredit, Ukraine

Neuer EU-Kredit fĂŒr Ukraine soll vor allem MilitĂ€r stĂ€rken

14.01.2026 - 12:49:03

Das neue riesige EU-Darlehen fĂŒr die Ukraine soll nach dem Willen der EuropĂ€ischen Kommission zu einem großen Teil den gegen Russland kĂ€mpfenden StreitkrĂ€ften zugutekommen.

Wie ein von KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen prĂ€sentierter Vorschlag vorsieht, soll das ukrainische MilitĂ€r mit 60 Milliarden Euro unterstĂŒtzt werden.

Die verbleibenden 30 Milliarden Euro des insgesamt 90 Milliarden Euro umfassenden Kredits sollen dem Vorschlag der BrĂŒsseler Behörde zufolge der Ukraine als HaushaltsunterstĂŒtzung bereitgestellt werden.

Mit der UnterstĂŒtzung werde sichergestellt, dass die Ukraine einerseits ihre Verteidigung auf dem Schlachtfeld stĂ€rken und ihre militĂ€rischen FĂ€higkeiten ausbauen könne sowie andererseits den Staat sowie die grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen aufrechterhalten könne, sagte von der Leyen.

Zuvor schon auf Kredit geeinigt

Dem konkreten Vorschlag der EU-Kommission war eine Einigung der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten zur Finanzierung der Ukraine fĂŒr die nĂ€chsten zwei Jahre vorangegangen. Bei einem Gipfeltreffen kurz vor Weihnachten hatten sie sich nach monatelangem Streit auf den Kompromiss verstĂ€ndigt, der Ukraine einen zinslosen Kredit ĂŒber 90 Milliarden Euro zu geben. Die VerstĂ€ndigung sieht weiter vor, in der EU eingefrorene russische Vermögenswerte fĂŒr die RĂŒckzahlung heranzuziehen, falls Moskau fĂŒr KriegsschĂ€den keine EntschĂ€digung leistet.

Zuvor war ein Finanzierungsmodell diskutiert worden, nach dem vor allem in Belgien festgesetzte Gelder der russischen Zentralbank direkt fĂŒr Darlehen an die Ukraine in Höhe von bis zu 210 Milliarden Euro eingesetzt werden sollten. Vor allem Bundeskanzler Friedrich Merz war ein Verfechter dieses Projekts. Dieser Plan scheiterte am Ende am Widerstand von LĂ€ndern wie Frankreich und Italien, nachdem zuvor vor allem Belgien zu große rechtliche und politische Risiken gesehen hatte.

@ dpa.de