Russischer, Gleitbombenangriff

Russischer Gleitbombenangriff: Tote und Verletzte in Sumy

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 15:58 Uhr, dpa.de

Das russische MilitÀr hat durch den Abwurf von Gleitbomben auf die nordostukrainische Stadt Sumy mindestens vier Menschen getötet.

"Darunter ist auch ein MĂ€dchen", sagte der BĂŒrgermeister von Sumy, Artem Kobsar, in einem auf seinem Telegramkanal geteilten Video. Weitere sieben Personen mussten demnach verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Auf dem Video ist ein Bombenkrater im Asphalt und ein zerfetzter Kleinbus in einem Wohngebiet zu sehen. Die örtlichen Behörden warnten vor weiteren Angriffen.

Russland setzt in seinem inzwischen mehr als vier Jahre dauernden Krieg gegen die Ukraine hĂ€ufig Gleitbomben ein. Sie werden von Flugzeugen noch weit von der Front entfernt abgeworfen und schweben dann ĂŒber mehrere Kilometer Entfernung in Richtung Ziel. Obwohl die Waffen gelenkt sind, gelten sie als nicht besonders zielsicher. Immer wieder treffen sie zivile Objekte.

Russland beansprucht die vier ukrainischen Regionen Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja fĂŒr sich. Russische Truppen halten aber auch Landstreifen in den an Russland angrenzenden ukrainischen Regionen Sumy und Charkiw besetzt. Kremlchef Wladimir Putin hatte im vergangenen Jahr erklĂ€rt, dort eine Pufferzone schaffen zu wollen, um die russische Zivilbevölkerung vor ukrainischen Angriffen zu schĂŒtzen. WĂ€hrend die GelĂ€ndegewinne der russischen Einheiten dort minimal sind, hat das Leiden der ukrainischen Zivilbevölkerung dadurch noch einmal zugenommen.

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