ROUNDUP, Gleitbombenangriff

Tote und Verletzte in Sumy

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 20:35 Uhr, dpa.de

Das russische MilitĂ€r hat durch den Abwurf von Gleitbomben auf die nordostukrainische Stadt Sumy mindestens fĂŒnf Menschen getötet.

Eine Bushaltestelle sei getroffen worden, teilte der Chef der MilitĂ€rverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, mit. Die Zahl der Verletzten stieg seinen Angaben nach auf 30, darunter seien auch fĂŒnf Schwerverletzte, schrieb er bei Telegram. Nach Angaben des BĂŒrgermeisters von Sumy, Artem Kobsar, ist unter den Toten ein 13-jĂ€hriges MĂ€dchen.

Russland setzt in seinem inzwischen mehr als vier Jahre dauernden Krieg gegen die Ukraine hĂ€ufig Gleitbomben ein. Sie werden von Flugzeugen noch weit von der Front entfernt abgeworfen und schweben dann ĂŒber eine Entfernung von mehreren Kilometern in Richtung Ziel. Obwohl die Waffen gelenkt sind, gelten sie als nicht besonders zielsicher. Immer wieder treffen sie zivile Objekte.

Russland beansprucht die vier ukrainischen Regionen Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja fĂŒr sich. Russische Truppen halten aber auch Landstreifen in den an Russland angrenzenden ukrainischen Regionen Sumy und Charkiw besetzt. Kremlchef Wladimir Putin hatte im vergangenen Jahr erklĂ€rt, dort eine Pufferzone schaffen zu wollen, um die russische Zivilbevölkerung vor ukrainischen Angriffen zu schĂŒtzen. WĂ€hrend die GelĂ€ndegewinne der russischen Einheiten dort minimal sind, hat das Leiden der ukrainischen Zivilbevölkerung dadurch noch einmal zugenommen.

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