Staatliches, Tierhaltungslogo

Staatliches Tierhaltungslogo soll erst 2027 kommen

10.12.2025 - 11:21:12

Das staatliche Tierhaltungslogo fĂŒr Fleisch im Supermarkt soll noch spĂ€ter kommen und deutlich nachgebessert werden.

Der bereits einmal per Gesetz auf 1. MĂ€rz 2026 verschobene Start der Kennzeichnungspflicht zunĂ€chst fĂŒr Schweinefleisch soll nun weiter auf den 1. Januar 2027 verlegt werden, wie eine VerstĂ€ndigung der Koalitionsfraktionen von Union und SPD vorsieht. Zum 1. Juli 2027 soll das verpflichtende Logo demnach außerdem auch fĂŒr die Außer-Haus-Verpflegung in Restaurants und GaststĂ€tten greifen.

Das von der Ampel-Koalition 2023 per Gesetz beschlossene Logo soll beim Fleischkauf mehr Klarheit ĂŒber die Bedingungen in StĂ€llen bringen. Eigentlich war die EinfĂŒhrung zum 1. August 2025 vorgesehen, wurde aber verschoben. Vorgesehen ist ein System mit fĂŒnf Kategorien von der Stufe "Stall" mit den gesetzlichen Mindestanforderungen bis zu "Bio" fĂŒr inlĂ€ndische Erzeugnisse.

Der SPD-Fachpolitiker Jens Behrens sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Verschiebung ist kein Aufschub, sondern ein Auftrag." Die Kennzeichnung werde besser, verstÀndlicher und praxistauglicher. Sie werde sehr prÀsent auf der Vorderseite der Verpackung bleiben. "Auch wer in der Kantine oder im Restaurant isst, hat das Recht zu wissen, wie die Tiere gehalten wurden." Diese vorgesehene Erweiterung der Kennzeichnung werde nun auch kommen.

Unions-Fraktionsvize Albert Stegemann (CDU) sagte der dpa: "Wir reformieren als Koalition die Kennzeichnung grundlegend." Es gehe um eine praxistaugliche und bĂŒrokratiearme Lösung. Das Verschieben des Inkrafttretens gebe Zeit, um die Frage einer Kennzeichnung auch fĂŒr auslĂ€ndische Ware und in der Außer-Haus-Verpflegung zu gestalten. Bei der Neugestaltung solle die Land- und ErnĂ€hrungswirtschaft eng eingebunden werden.

Schon seit 2019 gibt es in den KĂŒhltheken eine freiwillige eigene Kennzeichnung der großen Supermarktketten. Das Siegel mit dem Aufdruck "Haltungsform" umfasst Fleisch von Schweinen und auch schon von Rindern und GeflĂŒgel.

@ dpa.de