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PVA dampft Gewinnerwartung für 2026 ein - Aktie rutscht zweistellig ab

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 10:29 Uhr | dpa.de

Das Technologieunternehmen PVA Tepla DE0007461006 blickt nach den ersten sechs Monaten etwas vorsichtiger auf das Gesamtjahr.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet der Vorstand nun in der unteren Hälfte der prognostizierten Bandbreite von 26 bis 31 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Wettenberg mit. Zugleich wird für den weiteren Jahresverlauf eine schrittweise Verbesserung der Ergebnisse erwartet, nachdem die Hessen im ersten Halbjahr die Markterwartungen verfehlt haben. Das kam an der Börse nicht gut an.

Die im SDax DE0009653386 notierte Aktie verlor am Vormittag bis zu zwölf Prozent auf 30,30 Euro. Das Papier fiel damit auf den tiefsten Stand seit Anfang April. Anfang Juli hatten die PVA-Anteile mit fast 47 Euro ein Mehrjahreshoch erreicht, stehen aber seitdem unter Druck. Trotz der Verluste der vergangenen Wochen legte der Börsenwert des Unternehmens seit Jahresbeginn um rund ein Drittel auf 660 Millionen Euro zu.

Jefferies-Analyst Constantin Hesse führt die Kursverluste am Donnerstag auf die gesunkene Profitabilität zurück. Die eingedampfte Jahresprognose dürfte seiner Auffassung nach zu sinkenden Markterwartungen führen. Entscheidend sei nun, wie sich Auftragslage und Margen in den kommenden Monaten entwickelten, schrieb er und attestierte mit Blick auf die vorgelegten Zahlen ein "gemischtes Quartal".

PVA leidet unter einer geringen Auslastung, weswegen Fixkosten nur in geringem Maße gedeckt sind. Hinzu kommt eine für das Unternehmen unvorteilhafte Zusammensetzung der Nachfrage, insbesondere im Segment Material Solutions, in dem PVA etwa Produkte für Vakuumschaltkammern anbietet, die es in elektrischen Schaltanlagen von Mittelspannungs- und Hochspannungsnetzen braucht.

In den ersten sechs Monaten verbesserte sich der Auftragseingang zwar um 80 Prozent auf rund 187 Millionen Euro, Analysten hatten aber noch mehr auf dem Zettel. Beim Umsatz schlug PVA mit einem leichten Zuwachs auf knapp 121 Millionen Euro die Schätzungen.

Anders beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), das um mehr als zwei Drittel auf 4,4 Millionen Euro einbrach. Unter dem Strich fiel ein Verlust von rund 2,8 Millionen Euro an, nach einem Gewinn von 6,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

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