Ergebnisse, Produktion/Absatz

PVA Tepla trotz Auftragsschwund mit Umsatzplus - Rechnet mit Aufschwung

12.11.2024 - 13:03:56 | dpa.de

Das Technologieunternehmen PVA Tepla DE0007461006 hat dem schwierigen Branchenumfeld getrotzt.

Vor allem dank guter GeschĂ€ften mit Metrologie-Systemen fĂŒr die Ultraschallmikroskopie setzte das SDax DE0009653386-Unternehmen in den ersten neun Monaten mehr um. Dabei stieg die ProfitabilitĂ€t deutlich. Allerdings ringt der Konzern weiter mit einer NachfrageschwĂ€che im Halbleiterbereich. Das Management rechnet deshalb bei Umsatz und operativen Ergebnis (Ebitda) fĂŒr 2024 nur noch mit der unteren HĂ€lfte der prognostizierten Bandbreiten. Doch die FĂŒhrungsspitze um Chefin Jalin Ketter erwartet einen baldigen Aufschwung. Die Aktie zog an.

GegenwĂ€rtig zeichne sich eine Aufhellung der Rahmenbedingungen ab, schrieb Ketter am Dienstag in einem Brief an die AktionĂ€re. "Im laufenden und nachfolgenden Quartalen erwartet der Vorstand eine spĂŒrbare Belebung der fĂŒr die PVA Tepla-Gruppe relevanten MĂ€rkte und damit einhergehend perspektivisch auch deutliche Impulse im Auftragseingang."

An der Börse gab es fĂŒr diese Aussichten schon einmal Vorschusslorbeeren. Das im SDax notierte Papier verteuerte sich in der Spitze um mehr als drei Prozent und stand gegen Mittag noch mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent als einer der grĂ¶ĂŸten Gewinner im Index der kleinen Unternehmenswerte da.

Branchenkenner Constantin Hesse vom Investmenthaus Jefferies Ă€ußerte sich hingegen skeptisch. Das Zahlenwerk des Hightech-Unternehmens habe die KonsensschĂ€tzungen verfehlt, schrieb er in einer ersten Reaktion. Durch den schwachen Auftragseingang seien auch die Aussichten fĂŒr 2025 mit einem grĂ¶ĂŸeren Risiko behaftet, argumentierte der Experte. Auch könnten nun die Markterwartungen sinken.

Der Auftragseingang des Spezialisten fĂŒr Vakuum-Technologie und Messtechnik aus dem hessischen Wettenberg sank zuletzt deutlich: Nach neun Monaten standen hier 107,2 Millionen Euro zu Buche, fast 40 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dabei zogen beide Sparten weniger Bestellungen an Land. Der Auftragsbestand reiche aber aus, um die Jahresziele zu erreichen, hieß es vom Vorstand weiter.

Der Umsatz stieg unterdessen von Januar bis Ende September im Vorjahresvergleich um rund vier Prozent auf 198,3 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um gut elf Prozent auf 32,4 Millionen Euro an. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 17,8 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es 16,7 Millionen gewesen.

PVA sprach von einem "sehr guten Ergebnis in einem herausfordernden Umfeld". Der Konzern habe zudem wichtige Investitionen getĂ€tigt, die sich langfristig auszahlen sollen, hieß es. Das Unternehmen will verstĂ€rkt Geld in WachstumsmĂ€rkte stecken, um sein GeschĂ€ft auszubauen.

"Insbesondere die steigende Nachfrage nach unseren Inspektionssystemen im Halbleitersegment bestÀtigt uns in unserem Kurs, diesen GeschÀftsbereich kontinuierlich auszubauen", sagte Vorstandschefin Ketter. PVA sei weiter auf einem guten Weg, den Umsatz bis 2028 auf 500 Millionen Euro zu verdoppeln.

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