USA beschlagnahmen weiteren Ăltanker in der Karibik
07.01.2026 - 16:03:48Die US-KĂŒstenwache habe das offiziell staatenlose Frachtschiff "Sophia" "zur endgĂŒltigen KlĂ€rung des Falls" in die USA eskortiert, teilte das fĂŒr die Region zustĂ€ndige SĂŒdkommando des US-MilitĂ€rs (Southcom) mit. Dem Schiff werden "illegale AktivitĂ€ten" in der Karibik vorgeworfen. Der Einsatz sei in den frĂŒhen Morgenstunden des Mittwochs erfolgt, hieĂ es weiter.
Kurz zuvor hatte das US-MilitĂ€r einen unter russischer Flagge fahrenden Ăltanker im Nordatlantik beschlagnahmt. Der Schlag sei wegen "VerstöĂen gegen US-Sanktionen" auf Anordnung eines Bundesgerichts erfolgt, teilte das Europa-Kommando der US-StreitkrĂ€fte (Eucom) mit. Es handelt sich demnach um den Frachter "Bella-1".
Bei beiden EinsÀtzen berief sich das US-MilitÀr auf den Schutz der westlichen HemisphÀre. Mit der westlichen HemisphÀre ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.
Rubio: Blockade ist "enormer Hebel"
Die USA brachten in den vergangenen Wochen bereits mehrere Tanker in der Karibik auf. Zuvor hatte US-PrĂ€sident Donald Trump angekĂŒndigt, eine "vollstĂ€ndige und komplette Blockade aller sanktionierter Ăltanker auf dem Weg von und nach Venezuela" zu verhĂ€ngen.
Er begrĂŒndete dies damit, das sĂŒdamerikanische Land habe Ăl, Land und andere Vermögenswerte von den USA gestohlen - diese mĂŒssten zurĂŒckgegeben werden.
Auch nach der Festnahme des autoritĂ€ren PrĂ€sidenten NicolĂĄs Maduro durch US-Elitesoldaten soll die Blockade vorerst beibehalten werden. Sie sei ein "enormer Hebel", um politische VerĂ€nderungen in Venezuela herbeizufĂŒhren, sagte US-AuĂenminister Marco Rubio.

