US-Kongress fĂŒr Truppen-Verbleib in Europa und Ukraine-Hilfe
18.12.2025 - 06:26:41Nach dem ReprĂ€sentantenhaus billigte auch der Senat das Gesetz fĂŒr den Pentagon-Etat. Die darin enthaltene Finanzhilfe ermöglicht es, die Ukraine mit Waffen fĂŒr den Abwehrkampf gegen den russischen Aggressor auszurĂŒsten.
In beiden Kammern haben die Republikaner von PrÀsident Donald Trump jeweils eine knappe Mehrheit. Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss Trump es noch unterschreiben.
Sicherheitsmechanismus fĂŒr US-Truppen in Europa
In dem Gesetz geht es auch um die US-TruppenprĂ€senz in Europa. Das Parlament zieht hier einen Sicherheitsmechanismus ein: So darf die Gesamtzahl der StreitkrĂ€fte, die dauerhaft im ZustĂ€ndigkeitsbereich des Europa-Kommandos sind, nicht lĂ€nger als 45 Tage unter 76.000 liegen. Danach mĂŒssten bestimmte Berichtswege eingehalten werden, um eine Verringerung anzustrengen.
Im laufenden Jahr waren nach SchĂ€tzungen mehr als 80.000 US-Soldaten in Europa stationiert. Die Zahl verĂ€ndert sich regelmĂ€Ăig, basierend auf Rotationen und Ăbungen in der Region. Insbesondere seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor knapp vier Jahren schwankt die Zahl sehr. Trump hatte in seiner ersten Amtszeit (2017 bis 2021) mit einer Reduzierung des Truppenkontingents in Deutschland gedroht.
Die Kongressentscheidungen fallen in eine Zeit, in der die US-Regierung mit der Tradition enger transatlantischer Kooperation zu brechen scheint und auf Distanz zu ihren europĂ€ischen Partnern geht. In der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie heiĂt es, frĂŒhere Strategien hĂ€tten die nationalen Kerninteressen der USA nicht berĂŒcksichtigt und die Verteidigung anderer LĂ€nder zulasten US-Bevölkerung priorisiert. Nun gelte "America First" - also Amerika zuerst. Das Vorgehen des Kongresses hingegen entspricht eher dem traditionellen Ansatz bisheriger VerteidigungsprioritĂ€ten.

