Verteidigungsministerium, Umwandlung

Verteidigungsministerium stoppt Umwandlung von 200 MilitÀr-Standorten

28.10.2025 - 08:13:19

Das Verteidigungsministerium setzt die Umwandlung militĂ€risch genutzter Liegenschaften fĂŒr zivile Zwecke aus.

Grund dafĂŒr ist der höhere Bedarf an Standorten wegen der geplanten VergrĂ¶ĂŸerung der Bundeswehr, wie das Ministerium mitteilte. Der Umwandlungsstopp betrifft demnach zunĂ€chst 187 ehemalige militĂ€rische Liegenschaften, die sich im Eigentum der Bundesanstalt fĂŒr Immobilienaufgaben (BImA) befinden. Diese seien grundsĂ€tzlich fĂŒr eine Nutzung durch die Bundeswehr geeignet.

Hinzu kommen 13 weitere Liegenschaften, die die Bundeswehr noch betreibt. Dazu gehören Teile des Flughafens Tegel in Berlin und der ehemalige Fliegerhorst in FĂŒrstenfeldbruck in Bayern. Die betroffenen Liegenschaften sollen Teil der "strategischen Liegenschaftsreserve der Bundeswehr" werden - also kurzfristig von der Bundeswehr bei Bedarf genutzt werden können.

Strich durch kommunale PlÀne?

Damit könnten PlĂ€ne der Kommunen fĂŒr die Nutzung der Areale durchkreuzt werden. "Wir sind uns der Tragweite der Entscheidung sehr bewusst und wissen, dass in vielen FĂ€llen bereits Planungen bestehen, betroffene FlĂ€chen zivil zu nutzen", sagte Nils Hilmer, StaatssekretĂ€r im Verteidigungsministerium. "Wo immer dies möglich ist, werden wir versuchen, auch bestehende zivile Planungen zu berĂŒcksichtigen."

Die Umwandlung von Bundeswehrstandorten fĂŒr zivile Zwecke war in den frĂŒhen 1990er Jahren nach Ende des Kalten Kriegs begonnen worden und nach Aussetzung der Wehrpflicht in den 2010er Jahren fortgesetzt.

@ dpa.de