DAX: 1,29-Prozent-Ausverkauf auf 24.671
28.06.2026 - 21:23:05 | boerse-global.de
Der deutsche Leitindex hat sich schwach in das Wochenende verabschiedet. Am Freitag rutschte der DAX deutlich ab. Die wichtige Marke von 25.000 Punkten geriet direkt zur Eröffnung außer Sichtweite. Stattdessen dominierten Verkäufer das Bild.
Tech-Schwäche und BaFin-Prüfung
Die Marktbreite sprach eine klare Sprache. Von 40 Indexmitgliedern schlossen 28 im Minus. Besonders zyklische Werte und Technologietitel gerieten unter Druck. Zalando führte die Verliererliste mit einem Abschlag von über sechs Prozent an. Die Finanzaufsicht BaFin prüft die Bilanz des Online-Händlers aus dem Vorjahr.
Parallel dazu belastete eine globale Schwäche im Tech-Sektor den Markt. Infineon und Siemens Energy gaben ebenfalls deutlich nach. SAP stemmte sich als wichtigster positiver Gegenpol gegen den Trend. Der Softwarekonzern legte gut zwei Prozent zu. Auch defensive Konsumwerte wie Beiersdorf und Henkel waren gefragt.
Charttechnik im Fokus
Der Schlusskurs von 24.671 Punkten markiert einen Tagesverlust von 1,29 Prozent. Auf Monatssicht steht der Index damit rund zwei Prozent im Minus.
Seit Jahresbeginn rettet der Leitindex noch ein knappes Plus von 0,54 Prozent. Charttechnisch nähert sich der Kurs einer wichtigen Unterstützung. Der 50-Tage-Durchschnitt verläuft aktuell bei 24.603 Zählern.
Ein Test dieser Linie rückt näher. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 48,3 eine neutrale Marktlage. Der Index ist weder überkauft noch überverkauft. Die Folge: Der weitere Weg ist offen.
Konjunkturdaten bestimmen die Richtung
Das Makro-Umfeld unterstreicht die aktuelle Vorsicht der Investoren. Der Volatilitätsindex VDAX-NEW zog am Freitag spürbar an. Während der Ölpreis fiel, suchten Marktteilnehmer Schutz im Gold. Der Euro legte zum US-Dollar leicht zu. Diese Kombination spricht für eine defensive Umschichtung.
In der neuen Handelswoche übernehmen Konjunkturdaten die Regie. Auf der Agenda stehen chinesische Einkaufsmanagerindizes und Inflationsdaten aus der Eurozone. Diese Zahlen beeinflussen die kommenden Zinserwartungen der Europäischen Zentralbank direkt. Fällt der DAX unter sein Freitagstief von 24.547 Punkten, droht eine längere Konsolidierung. Erobern die Käufer das Tageshoch zurück, rückt die Marke von 25.000 Zählern wieder in den Fokus.
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