DAX, Absturz

DAX: Absturz unter 22.000 Punkte

24.03.2026 - 00:53:53 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex fĂ€llt erstmals seit April 2025 unter die Marke von 22.000 Punkten. Auslöser ist die Eskalation im Iran-Konflikt und die drohende Sperrung der strategischen Straße von Hormus.

DAX: Absturz unter 22.000 Punkte - Foto: ĂŒber boerse-global.de
DAX: Absturz unter 22.000 Punkte - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Das Allzeithoch vom 13. Januar 2026 bei 25.507 Punkten wirkt inzwischen wie aus einer anderen Welt. Heute Morgen notiert der DAX mit einem Minus von knapp zwei Prozent bei rund 21.950 ZĂ€hlern — erstmals seit dem Zollschock im April 2025 fĂ€llt der deutsche Leitindex wieder unter die 22.000er-Marke.

Auslöser ist ein neues Ultimatum von US-PrĂ€sident Donald Trump: In der Nacht zu Sonntag drohte er dem Iran mit Angriffen auf Energieinfrastruktur, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden vollstĂ€ndig öffnen. Der Iran antwortete mit der AnkĂŒndigung einer kompletten Sperrung der Meerenge — durch die rund ein FĂŒnftel des weltweiten Ölangebots fließt.

Öl lĂ€uft heiß, Kapital lĂ€uft davon

Brent-Rohöl kostet heute bereits ĂŒber 113 Dollar pro Barrel — vor Kriegsbeginn Ende Februar 2026 waren es noch rund 70 Dollar. Die Straße von Hormus ist fĂŒr Handelsschiffe faktisch gesperrt, Versicherungen fĂŒr Fahrten durch die Meerenge kaum noch zu bekommen.

Was Marktbeobachter besonders beunruhigt: Aktien, Anleihen und Gold fallen gleichzeitig. Es findet keine klassische Flucht in sichere HĂ€fen statt — Kapital wird schlicht abgezogen. Hinzu kommt, dass die EuropĂ€ische Zentralbank bereits vor rĂŒcklĂ€ufigem Inflationsfortschritt warnt und eine mögliche Zinswende nach oben nicht mehr kategorisch ausschließt.

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Der MDAX verliert heute Morgen sogar 2,3 Prozent, der EuroStoxx 50 rund 1,6 Prozent. In Asien, wo viele LÀnder besonders stark von Golfimporten abhÀngig sind, fielen die AbschlÀge noch deutlicher aus.

LĂ€nge des Konflikts zermĂŒrbt die MĂ€rkte

Der gemeinsame US-israelische Angriff auf den Iran befindet sich inzwischen in seiner vierten Woche. Marktstrategen betonen, es gehe lĂ€ngst nicht mehr nur um einzelne Eskalationsschritte — die schiere Dauer des Konflikts frisst sich in die Bewertungen. Die InstabilitĂ€t baut sich schleichend auf, wie Druck in einem Kessel.

Portfoliomanager sprechen offen von Panik, die sich nun in die Kurse frisst — eine Stimmung, die in den ersten Kriegswochen noch weitgehend ausgeblieben war. Niemand weiß derzeit, wie weit die USA und Israel zu gehen bereit sind, und niemand kann die Wirkung möglicher GegenschlĂ€ge einschĂ€tzen.

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FĂŒr Anleger bedeutet das ein schwieriges Umfeld: Cash behĂ€lt seinen Wert als Handlungsoption, erstklassige Titel aus defensiven Sektoren stehen unter Druck, und der Weg zurĂŒck in Richtung der Januar-Hochs erscheint vorerst versperrt.

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