DAX Aktie: 25.000 Punkte, wieder greifbar
22.05.2026 - 20:56:49 | boerse-global.deDer DAX hat diesen Freitag gut 0,66 Prozent höher eröffnet und kĂ€mpft sich mit knapp ĂŒber 24.750 Punkten an die psychologisch wichtige 25.000er-Marke heran. DarĂŒber verlĂ€uft zudem der Korrekturtrend, der seit dem Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten den AufwĂ€rtsdrang begrenzt.
Friedenshoffnung als Kurstreiber
Der Hauptantrieb kommt aus dem Nahen Osten. An den MĂ€rkten wird auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran gesetzt â und damit auf sinkende Ălpreise und abflauenden Inflationsdruck. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners dĂ€mpft allerdings die Euphorie: Die Verhandlungsparteien lĂ€gen bei der Frage nach angereichertem Uran noch weit auseinander, und die bisherigen Friedenshoffnungen hĂ€tten Anleger zuletzt mehrfach enttĂ€uscht.
Barclays-Stratege Emmanuel Cau beschreibt die Situation treffend: Die europĂ€ischen AktienmĂ€rkte steckten seit mehr als einem Monat in einer engen Handelsspanne fest â deren obere Grenze liegt beim DAX knapp ĂŒber 25.000 Punkten. WiderstandsfĂ€hig seien die MĂ€rkte angesichts hoher Ălpreise und des Ausverkaufs an den AnleihemĂ€rkten, gleichzeitig belasteten die geopolitischen Risiken das Konjunkturumfeld mit zunehmender Dauer.
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Gemischte Signale aus den USA
Aus den Vereinigten Staaten kommen keine eindeutigen RĂŒckenwind-Signale. Das Konsumklima der UniversitĂ€t Michigan fiel im Mai auf ein Rekordtief von 44,8 Punkten â noch schlechter als die ErstschĂ€tzung von 48,2 Punkten. Die Einjahres-Inflationserwartungen stiegen auf 4,8 Prozent, die lĂ€ngerfristigen Erwartungen sogar auf 3,9 Prozent. Das belastet die Zinsphantasie: Auch auf EZB-Seite wĂ€chst die Sorge vor einer Leitzinserhöhung, sollte der Energiepreisdruck durch den Iran-Konflikt anhalten.
Immerhin: Die Nvidia-Zahlen vom Vortag, die kurzfristig fĂŒr Verunsicherung gesorgt hatten, wurden am Freitag offenbar abgehakt. Auch der US-Leitindex Dow Jones erreichte heute ein Rekordhoch â das stĂŒtzt die Stimmung.
Das geringe Handelsvolumen an diesem Freitag vor dem langen Wochenende spiegelt die Vorsicht. Ob die 25.000-Punkte-Marke und der darĂŒber liegende Korrekturtrend diesmal fallen, entscheidet sich voraussichtlich erst mit konkreten Fortschritten in den Iran-GesprĂ€chen â und mit den nĂ€chsten Inflationsdaten aus dem Euroraum.
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