DAX, Lanxess

DAX auf Erholungskurs: Lanxess-Aktie mit 13-Prozent-Sprung dank JPMorgan-Kaufempfehlung

25.03.2026 - 10:22:30 | ad-hoc-news.de

Der DAX kehrt ĂŒber 22.900 Punkte zurĂŒck, angefĂŒhrt von Lanxess mit zweistelligem Zuwachs. JPMorgan hebt Kursziel an und sieht Chemiekonzern als Profiteur des Nahost-Kriegs. Anleger reagieren auf positive Iran-Nachrichten trotz anhaltender Unsicherheit.

DAX,  Lanxess,  Iran-Krieg - Foto: THN
DAX, Lanxess, Iran-Krieg - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX zeigt sich am Mittwochmorgen wieder resilient und notiert mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 22.982 Punkten. Die Erholung folgt auf volatile Tage, getrieben von widersprĂŒchlichen Signalen aus dem Iran-Krieg. Besonders die Aktie des Chemiekonzerns Lanxess fĂŒhrt die Gewinner im MDax an und steigt um fast 13 Prozent auf 15,60 Euro. Grund ist eine frische Kaufempfehlung von JPMorgan, die das Kursziel von 15 auf 18 Euro angehoben hat.

Stand: Mittwoch, 25. MĂ€rz 2026, 10:22 Uhr (Europe/Berlin)

Starke Performance von Lanxess im Fokus

Die Lanxess-Aktie setzt ihre Rally der vergangenen Tage fort und gewinnt seit Montag gut ein Drittel. JPMorgan stuft die Aktie von 'Underweight' auf 'Overweight' hoch und betont die strategische Position des Kölner Unternehmens. Analyst Chetan Udeshi argumentiert, Lanxess sei einer der wenigen westlichen Produzenten in SchlĂŒsselproduktkategorien, die von anhaltenden Produktionsproblemen in Asien-Pazifik profitieren. Diese Störungen resultieren aus dem Nahost-Konflikt, der Lieferketten belastet. ZusĂ€tzlich trĂ€gt eine hohe Short-Quote von fast einem Drittel der Aktien zum AufwĂ€rtstrend bei: Short-Seller decken Positionen ab, was zusĂ€tzliche Nachfrage erzeugt.

Im MDax dominiert Lanxess klar die Gewinnerliste. Andere Titel wie Siemens Energy (+4 Prozent) und Infineon (+3 Prozent) folgen im DAX. Nur wenige Werte wie Deutsche Telekom, Brenntag und Zalando notieren marginal im Minus.

Geopolitische EinflĂŒsse dominieren den DAX

Der DAX hatte Montag auf 21.863 Punkte – ein Tief seit April 2025 – abgerutscht, nach einem Ultimatum des US-PrĂ€sidenten. Eine Kurznachricht von Donald Trump auf Truth Social am Montagmittag ĂŒber 'gute Verhandlungen' mit dem Iran-Regime trieb den Index dann auf 23.178 Punkte. Am Dienstag stagnierte er, heute kehrt er ĂŒber 23.000 Punkte zurĂŒck, trotz ZurĂŒckweisung von Verhandlungsberichten durch Irans MilitĂ€r. Solche Schwankungen spiegeln die NervositĂ€t wider: Der VDAX-New stieg auf 31,99 Prozent, was erhöhte Angst signalisiert.

FĂŒr europĂ€ische Anleger unterstreicht dies die VulnerabilitĂ€t gegenĂŒber geopolitischen Risiken. Der Nahost-Krieg blockiert die Straße von Hormus, stört Ölanlagen und treibt Energiepreise. Dies begĂŒnstigt energieabhĂ€ngige Sektoren, belastet aber Zykliker.

Ausblick auf EZB-Konferenz und weitere Termine

Heute um 9:45 Uhr spricht EZB-PrÀsidentin Christine Lagarde auf der Konferenz 'The ECB and Its Watchers' in Frankfurt. Anleger erwarten Hinweise auf Zinspolitik inmitten geopolitischer Turbulenzen. Der Fear & Greed Index bei 15 ('Extreme Fear') und technische Indikatoren wie RSI bei 32 (Sell) und MACD bei -494 deuten auf anhaltende Vorsicht hin. Langfristig bleibt der AufwÀrtstrend intakt, mit Risiken einer globalen Rezession.

Branchen-ETFs unter Druck durch Energiekrise

Der Iran-Krieg festigt den ETF-Handel: Mehr Volumen bei Öl- und Gas-ETFs, gemischte Flows bei Tech. SociĂ©tĂ© GĂ©nĂ©rale berichtet verschlechtertes Sentiment, Baader Bank mehr KĂ€ufe als VerkĂ€ufe. Tech-ETFs wie Xtrackers Artificial Intelligence (IE00BGV5VN51) sehen ZuflĂŒsse, iShares Automation & Robotics (IE00BYZK4552) AbflĂŒsse. Banken-ETFs werden tendenziell verkauft. Dies zeigt Rotation in defensive Sektoren.

In Österreich schloss der ATX leicht im Plus, nach Erholung durch Trump-Aussagen. Ähnliche Muster in Frankfurt: Hoffnung auf Deeskalation treibt Kurse.

Implikationen fĂŒr DACH-Anleger

FĂŒr private und professionelle Anleger im deutschsprachigen Raum bietet die Lanxess-Rally Chancen in der Chemiebranche. Die Short-Covering verstĂ€rkt den Move, birgt aber RĂŒcksetzrisiken. Der DAX-Erholungskurs signalisiert Resilienz, doch VDAX und RezessionsĂ€ngste mahnen zur Diversifikation. Gold verliert trotz Turbulenzen, SaaS-Software-ETFs gewinnen. Der NYSE Arca Gold Bugs Index fiel um 30 Prozent im MĂ€rz. Anleger sollten Watchlists mit Crash-resistenten Aktien pflegen, trotz intaktem Langfristtrend (DAX-Allzeithoch Januar 2026: 25.507 Punkte).

Der Konflikt könnte Energiepreise strukturell anheben, Lanxess als Nutznießer positionieren. JPMorgans These unterstreicht westliche Vorteile gegenĂŒber asiatischen Störungen.

Risiken und nÀchste Katalysatoren

Offene Gaps im DAX (21.296, 18.198 etc.) signalisieren VolatilitĂ€t. Irans ZurĂŒckweisung könnte neue RĂŒcksetzer auslösen. Lagardes Rede heute könnte StabilitĂ€t signalisieren. Weitere Trump-Posts oder MilitĂ€rentwicklungen bleiben unvorhersehbar. Professionelle Anleger prĂŒfen Short-Quotes fĂŒr Momentum-Trades, Private diversifizieren via ETFs.

Historisch erholen MĂ€rkte von geopolitischen Schocks schnell, doch anhaltende Blockaden in Hormus könnten Inflation schĂŒren und EZB zwingen. DAX bei 22.982 Punkten bietet Einstiegschancen, aber mit Stopps.

WeiterfĂŒhrende Quellen

onvista: Börse am Morgen
wallstreet-online: DAX zögert
finanznachrichten: Deutsche Börse News ETFs
Deutsche Börse: Aktien Frankfurt Ausblick

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und MĂ€rkte sind volatil.

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