DAX, Aufwind

DAX: Aufwind mit Hindernissen

17.04.2026 - 02:56:55 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex gewinnt durch positive Signale aus Asien und Friedenshoffnungen, steht aber vor der technischen HĂŒrde des 200-Tage-Durchschnitts.

DAX: Aufwind mit Hindernissen - Bild: ĂŒber boerse-global.de
DAX: Aufwind mit Hindernissen - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Der deutsche Leitindex startet freundlich in den Donnerstag und testet dabei eine entscheidende charttechnische Marke. Hinter der vorsichtigen Erholung steckt mehr als nur Kurszahlen — ein ganzes BĂŒndel an Faktoren schiebt den Index nach oben.

Friedenshoffnung trifft starke Vorgaben

Die Stimmung an den MĂ€rkten hat sich spĂŒrbar aufgehellt. Haupttreiber ist die Hoffnung auf weitere GesprĂ€che zwischen den USA und dem Iran, deren Konflikt zuletzt wie ein Schatten ĂŒber den EnergiemĂ€rkten hing. Hinzu kommen ermutigende Signale aus Asien: Chinas Wirtschaft wuchs im ersten Quartal wieder mit fĂŒnf Prozent, die Industrieproduktion des Landes ĂŒbertraf die Erwartungen. In Japan markierte der Nikkei zeitweise sogar ein neues Rekordhoch bei 59.688 Punkten.

An der Wall Street hatten die Bullen am Mittwoch das Zepter in der Hand — der S&P 500 erreichte ein neues Allzeithoch, was den europĂ€ischen MĂ€rkten heute als RĂŒckenwind dient. Der DAX legt zum Handelsstart rund 0,3 Prozent zu und notiert bei rund 24.135 Punkten.

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Die 200-Tage-Linie als SchlĂŒssel

Genau hier liegt die entscheidende HĂŒrde: Der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Handelstage verlĂ€uft aktuell bei etwa 24.104 Punkten — und der Index testet diese Marke gerade von unten. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch darĂŒber, könnten weitere technische Kaufsignale folgen. Als nĂ€chstes Ziel gilt das Verlaufshoch vom 5. MĂ€rz bei 24.363 Punkten, dahinter wartet das Tageshoch vom 2. MĂ€rz bei 24.892 Punkten.

Kurzfristig stĂŒtzen zudem die Slow Stochastik sowie die gleitenden Durchschnitte der vergangenen 20 und 50 Handelstage, die allesamt Kaufsignale ausweisen. Die untergeordnete AufwĂ€rtstrendstruktur mit höheren Tiefs am 30. MĂ€rz, 2. April und 13. April bleibt intakt — vorerst.

Voller Terminkalender am Nachmittag

Der Tag bleibt turbulent. Aus den USA kommen heute ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe, die IndustriekapazitĂ€t und der Philadelphia-Fed-Index. Aus der Eurozone stehen Verbraucherpreisdaten an. Dazu legen Netflix, Alcoa und PepsiCo ihre Quartalszahlen vor — die laufende Berichtssaison hat bislang ĂŒberzeugend begonnen.

Geopolitisch bleibt die Lage fragil. Trumps AnkĂŒndigung direkter GesprĂ€che zwischen Israel und dem Libanon auf höchster Ebene hat die Hoffnungen auf regionale Entspannung weiter genĂ€hrt. Marktbeobachter warnen allerdings, dass selbst ein Waffenstillstand im Iran-Konflikt nur der Auftakt zu einem langen Weg zurĂŒck zu stabilen Energiepreisen wĂ€re — die aktuellen Bewertungen an den Börsen preisen bereits reichlich Optimismus ein. Das Allzeithoch des DAX vom 13. Januar bei 25.507 Punkten bleibt noch ein gutes StĂŒck entfernt.

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