Dax bleibt bei 25.195 Punkten ohne klare Richtung
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 12:31 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDer Dax hat am Montag bis zum Mittag keine klare Richtung eingeschlagen. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.195 Punkten berechnet und lag damit 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag.
Energiepreise und AnleihemÀrkte im Fokus
âDie Investoren stehen weiterhin im Bann der Ereignisse an den europĂ€ischen StaatsanleihemĂ€rkten und der hohen Energiepreisenâ, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Diese Kombination sei fĂŒr die AktienmĂ€rkte besonders ungĂŒnstig und begrenze das weitere Anstiegspotenzial fĂŒr die kommenden Handelswochen.
Auch die europĂ€ischen Einkaufsmanagerindizes aus dem Dienstleistungssektor lieferten laut Lipkow keinen entscheidenden Impuls. Sie lagen insgesamt im Rahmen oder teilweise etwas besser und damit ĂŒber der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
WĂ€hrung schwĂ€cher, Gold und Ăl legen zu
âDie aktuelle Handelswoche wird von nicht vielen wesentlichen Indikationen geprĂ€gtâ, sagte Lipkow. Wegen der Goldenen Woche in China seien zudem viele Marktteilnehmer aus Asien nicht an den HandelsaktivitĂ€ten beteiligt; der Fokus bleibe daher auf Energiepreisen und Anleiherenditen.
Der Euro notierte am Montagnachmittag schwÀcher bei 1,1207 US-Dollar. Der Goldpreis stieg um 0,4 Prozent auf 4.158 US-Dollar je Feinunze beziehungsweise 119,29 Euro pro Gramm.
Auch der Ălpreis legte leicht zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 102,50 US-Dollar und damit 24 Cent oder 0,2 Prozent mehr als zum Schluss des vorherigen Handelstags.
Der Dax bewegte sich am Montagmittag in einem Marktumfeld, das von mehreren gegenlĂ€ufigen Signalen geprĂ€gt war. Belastend wirkten die angespannten europĂ€ischen StaatsanleihemĂ€rkte und der Brent-Preis von mehr als 100 US-Dollar je Fass. Höhere Renditen können Aktien gegenĂŒber verzinslichen Anlagen weniger attraktiv machen und zugleich die Finanzierungskosten fĂŒr Unternehmen erhöhen.
Die europĂ€ischen Einkaufsmanagerindizes fĂŒr den Dienstleistungssektor lagen nach der dts-Meldung weiterhin ĂŒber der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Das spricht fĂŒr eine Expansion, allerdings nur mit begrenzter Dynamik. Damit fehlte ein klarer Konjunkturimpuls, der die Sorgen ĂŒber Energiepreise und Anleiherenditen hĂ€tte ĂŒberlagern können.
Ălpreise bleiben zentraler Börsenfaktor
Ein anhaltend hohes Ălpreisniveau kann ĂŒber Transport-, Produktions- und Heizkosten den Inflationsdruck verstĂ€rken. FĂŒr die Geldpolitik erhöht das den Zielkonflikt zwischen der BekĂ€mpfung von Preisauftrieb und der UnterstĂŒtzung einer schwachen Konjunktur. Besonders exportorientierte Unternehmen und konjunktursensible Branchen reagieren hĂ€ufig empfindlich auf solche Unsicherheiten.
Am deutschen Aktienmarkt standen neben dem Dax auch die internationalen Kapitalströme im Fokus. Die schwĂ€chere GemeinschaftswĂ€hrung, der gestiegene Goldpreis und die ZurĂŒckhaltung asiatischer Marktteilnehmer wegen der Goldenen Woche unterstrichen das vorsichtige Handelsumfeld. FĂŒr Anleger und Unternehmen bleibt damit entscheidend, ob sich Energiepreise und Renditen stabilisieren oder weitere Schwankungen auslösen.
