DAX: Iran-Hoffnung als Kurstreiber
25.03.2026 - 23:15:26 | boerse-global.deEin US-Vermittlungsplan im Iran-Krieg hat die Stimmung an den Märkten heute Morgen spürbar aufgehellt. Der Ölpreis rutschte unter die symbolträchtige Marke von 100 Dollar, asiatische Börsen schlossen im Plus – und der DAX dürfte diesem Rückenwind folgen.
Der vorbörsliche Indikator signalisiert einen Handelsstart nahe 22.850 Punkten, rund 0,9 Prozent über dem Vortagesschluss. Für die Erwartungsspanne des heutigen Handelstages gilt die Zone zwischen 22.650 und 23.000 Punkten.
Ölpreis unter Druck – Aktien atmen auf
Das entscheidende Signal kommt vom Rohölmarkt. Brent-Öl fiel von knapp 100 auf zeitweise rund 96 bis 97 Dollar pro Barrel – eine direkte Reaktion auf Berichte, wonach Pakistan einen 15-Punkte-Plan der USA an die iranische Führung weitergereicht hat. Vor zwei Wochen hatte der Preis noch fast 120 Dollar erreicht, den höchsten Stand seit 2022. Das anhaltend hohe Preisniveau über vier Wochen hinweg war es, das Anleger besonders belastete – mehr noch als die kurzfristigen Ausreißer nach oben.
Sinkende Energiekosten bedeuten weniger Inflationsdruck, geringere Zinsängste und bessere Konjunkturaussichten. Kein Wunder also, dass vorbörslich 39 von 40 DAX-Werten im Plus notieren.
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Wilde Woche fĂĽr den deutschen Leitindex
Die vergangenen Tage hatten es in sich. Am Montag sackte der DAX zeitweise auf 21.863 Punkte ab – den tiefsten Stand seit April 2025 – nachdem US-Präsident Trump dem Iran ein Ultimatum gestellt hatte. Dann ein abrupter Stimmungswechsel: Eine knappe Meldung Trumps über laufende Verhandlungen trieb den Index in der Spitze bis auf 23.178 Punkte. Selten war die Bandbreite innerhalb weniger Handelstage so extrem.
Jetzt mehren sich die Zeichen einer möglichen Entspannung – wenngleich die iranische Militärführung Berichte über Friedensverhandlungen heute Morgen ausdrücklich zurückwies. Teheran stellt zudem eigene Forderungen, darunter Reparationszahlungen für Kriegsschäden. Ob das Ultimatum noch vor Ablauf einer Lösung weicht, bleibt das bestimmende Thema des Tages.
Kriegsverlierer mit Erholungspotenzial
Besondere Aufmerksamkeit verdienen jene Titel, die unter dem Konflikt am stärksten gelitten haben: Rohstoff- und Energiewerte, Banken sowie Immobilienaktien. Letztere beiden wurden durch gestiegene Marktzinsen belastet. Sie alle könnten bei weiterer Deeskalation überproportional profitieren.
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Analyst-seitig fiel heute eine ungewöhnlich deutliche Neubewertung auf: JPMorgan drehte seine Einschätzung zu Lanxess von "Underweight" auf "Overweight" – mit dem Argument, der Kölner Chemiekonzern sei einer der wenigen westlichen Produzenten in seinen Kernkategorien und profitiere damit von Engpässen im asiatisch-pazifischen Raum. Auch Versicherungskonzern Talanx legte vorbörslich zu, nachdem ein Analyst das Erstversicherungsgeschäft als strukturell unterbewertet einstufte.
Gegen Mittag liefert der Ifo-Geschäftsklimaindex ein erstes Stimmungsbild der deutschen Wirtschaft – erwartet wird, dass der Krieg im Nahen Osten darin bereits seinen Niederschlag findet.
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