Dax, EuropÀische AktienmÀrkte

Dax startet bei 25.205 Punkten mit angezogener Handbremse

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 09:34 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der deutsche Leitindex liegt am Montagmorgen leicht unter seinem vorherigen Schlussstand. Positive Impulse aus den USA und Asien treffen auf Sorgen ĂŒber Frankreichs Haushaltslage und hohe Energiepreise.

Dax startet mit angezogener Handbremse in die Handelswoche
Anzeigetafel in der Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Der Dax ist am Montag verhalten in die neue Handelswoche gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.205 Punkten berechnet und lag damit 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag.

US-Vorgaben stĂŒtzen den Markt

Nach EinschÀtzung von Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, treffen die Anleger auf ein Umfeld mit positiven und negativen Signalen. Die asiatischen AktienmÀrkte setzten die freundlichen Vorgaben der Wall Street um, besonders Technologieaktien waren gefragt.

Schwache US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag verringerten nach Lipkows EinschÀtzung die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank. Davon profitierten auch US-Staatsanleihen, deren Renditen wieder etwas nachgaben.

Frankreich und Energiepreise bremsen

In Europa blieben die hohen Renditen französischer Staatsanleihen ein Belastungsfaktor. Sie spiegelten das Misstrauen der Anleger gegenĂŒber der französischen Fiskalpolitik und der hohen Staatsverschuldung wider.

Gleichzeitig hielten die hohen Energiepreise die Inflationssorgen am Leben und belasteten ĂŒber steigende Benzinpreise zunehmend den privaten Konsum. FĂŒr einen nachhaltigen Ausbruch des Dax brauche es deshalb mehr als gute Wall-Street-Vorgaben, sagte Lipkow.

Autoaktien könnten sich bewegen

Bewegung könnte zum Wochenauftakt in die Automobilwerte kommen. Neue Absatzzahlen im Elektrofahrzeugsegment deuteten auf eine Erholung hin und könnten europĂ€ischen Herstellern kurzfristig RĂŒckenwind geben.

Ob daraus mehr als eine sektorale Bewegung entsteht, blieb offen. Die europÀische GemeinschaftswÀhrung kostete am Montagmorgen 1,1190 US-Dollar.

Gold steigt, Ölpreis gibt nach

Der Goldpreis legte zu. FĂŒr eine Feinunze wurden am Morgen 4.152 US-Dollar gezahlt, 0,2 Prozent mehr als zuletzt; das entsprach einem Preis von 119,30 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen unter die Marke von 102 US-Dollar. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 101,50 US-Dollar und damit 72 Cent beziehungsweise 0,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Der Dax bewegte sich zum Wochenstart in einem Umfeld, in dem internationale und europĂ€ische Signale auseinanderliefen. UnterstĂŒtzung kam von den freundlichen Vorgaben aus den USA und Asien sowie von nachlassenden Renditen bei US-Staatsanleihen. SchwĂ€chere US-Arbeitsmarktdaten dĂ€mpften zugleich die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Federal Reserve.

In Europa blieb die Finanzierungslage der Staaten ein zentraler Belastungsfaktor. Besonders die Renditen französischer Staatsanleihen spiegeln die SensibilitĂ€t der MĂ€rkte gegenĂŒber der französischen Haushaltslage und der hohen Verschuldung wider. Steigende Renditen verteuern die Refinanzierung und können den Spielraum fĂŒr öffentliche Ausgaben einengen.

Inflation und Autoaktien im Blick

ZusĂ€tzlichen Druck erzeugen die hohen Energiepreise. Sie wirken ĂŒber Kraftstoff- und Produktionskosten auf Unternehmen und private Haushalte und erschweren eine schnelle Entspannung bei der Inflation. FĂŒr AktienmĂ€rkte bedeutet das, dass Zinshoffnungen durch europĂ€ische Kosten- und Haushaltsrisiken begrenzt werden.

Eine mögliche kurzfristige UnterstĂŒtzung könnten neue Absatzzahlen im Elektrofahrzeugsegment liefern. Davon wĂŒrden vor allem europĂ€ische Autohersteller profitieren, sofern sich die Erholung in den Verkaufsdaten bestĂ€tigt und nicht auf einzelne MĂ€rkte oder Modelle beschrĂ€nkt bleibt. FĂŒr Anleger bleibt damit entscheidend, ob positive Impulse aus Technologie- und Autowerten die breiteren Belastungen bei Anleihen, Energie und Konsum ĂŒberwiegen.

Tagesschau: „DAX-Ausblick, Öl, Zinshoffnungen“ (05.10.2026)

Der Beitrag ordnet den Dax-Start gemeinsam mit den Entwicklungen bei Ölpreisen und Zinserwartungen ein. Er bestĂ€tigt damit die Verbindung zwischen dem Aktienmarkt, den Energiepreisen und der Geldpolitik, setzt den Schwerpunkt jedoch breiter als die dts-Meldung.

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