Dax, US-Arbeitsmarktdaten

Dax steigt auf 25.015 Punkte vor US-Arbeitsmarktdaten

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 09:32 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der deutsche Leitindex liegt am Freitagmorgen bei rund 25.015 Punkten. Anleger warten auf neue Signale vom US-Arbeitsmarkt, während Renditen, Ölpreis und die Lage im Nahen Osten die Märkte weiter bewegen.

Dax startet positiv - US-Arbeitsmarktdaten im Fokus
Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Der Dax ist am Freitagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.015 Punkten berechnet und lag damit 0,3 Prozent über dem Schlussniveau des Vortags.

US-Arbeitsmarktbericht im Mittelpunkt

Nach Einschätzung von Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, haben Inflationssorgen, steigende Renditen und höhere Ölpreise den Dax zuletzt aus seiner Handelsspanne nach unten gedrückt. Der Markt richte seine Aufmerksamkeit nun vor allem auf die US-Arbeitsmarktdaten, weil sie Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der amerikanischen Notenbank geben könnten.

Stanzl verwies zugleich auf eine saisonale Besonderheit: Das jüngste Tief falle zeitlich in eine Phase, in der der Dax im Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre seinen tiefsten Stand im zweiten Halbjahr erreicht habe. Ob sich daraus erneut eine Jahresendrally entwickle, sei offen.

Ölpreis und Nahostlage bleiben Risiken

Der Ölpreis bleibt nach Einschätzung des Analysten anfällig für Nachrichten zum Irankonflikt. Die angekündigte Verlegung eines dritten US-Flugzeugträgers und weiterer 10.000 Soldaten in die Region könne die Sorgen über mögliche Angriffe auf die Öl- und Gasinfrastruktur der Nachbarländer verstärken.

Auch die Sicherheitslage an der Meerenge von Bab al-Mandab sei ungeklärt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Freitagmorgen 1,1266 US-Dollar. Gold stieg leicht auf 4.185 US-Dollar je Feinunze, während Brent-Öl 1,1 Prozent auf 101,10 US-Dollar je Fass nachgab.

Der Dax startet nach dem deutlichen Rückgang am Vortag mit einer leichten Erholung. Der Schlussstand von 24.939 Punkten hatte erstmals seit Juli unter der Marke von 25.000 Punkten gelegen. Belastungsfaktoren waren zuletzt vor allem steigende Anleiherenditen, erhöhte Energiepreise und Inflationsdaten, die den Spielraum der US-Notenbank beeinflussen.

Für die internationalen Märkte richtet sich der Blick deshalb auf den US-Arbeitsmarktbericht für September. Die Daten können die Erwartungen an den weiteren Kurs der Federal Reserve verändern: Schwache Beschäftigungszahlen würden tendenziell den Druck auf die Notenbank verringern, die Zinsen anzuheben, während robuste Werte die Renditen und damit die Finanzierungskosten erneut treiben könnten. Der jüngste PCE-Inflationsbericht hatte die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts im Oktober bereits deutlich sinken lassen.

Ölmarkt bleibt geopolitisch empfindlich

Zusätzlichen Einfluss hat die Entwicklung im Nahen Osten. Die Verlegung einer dritten US-Flugzeugträgerkampfgruppe mit bis zu 10.000 weiteren Soldaten erhöht die Aufmerksamkeit für mögliche Störungen der Energieversorgung. Der Ölmarkt reagiert dabei nicht nur auf tatsächliche Ausfälle, sondern auch auf Risiken für Transportwege und Infrastruktur. Brent lag am Freitag trotz des Rückgangs weiterhin oberhalb von 100 Dollar je Barrel. Für Anleger bedeutet das ein Spannungsfeld aus kurzfristiger Erholung, hohen Renditen und geopolitischen Risiken.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau: „Marktbericht: DAX fällt unter 25.000 Punkte“ (01.10.2026)

Der Beitrag bestätigt den Rückgang des Dax unter die wichtige Marke und hebt steigende Energiepreise sowie Anleiherenditen als Belastung hervor. Im Mittelpunkt steht dort die schwache Entwicklung am Vortag; die aktuelle Erholung und der anstehende US-Arbeitsmarktbericht bilden den nächsten Markttest.

n-tv: „USA verlegen Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" in den Nahen Osten“ (01.10.2026)

Der Artikel bestätigt die Entsendung einer dritten Flugzeugträgerkampfgruppe und zusätzlicher Truppen in den Nahen Osten. Der Schwerpunkt liegt auf der militärischen Präsenz und der strategischen Bedeutung wichtiger Seewege, während die dts-Meldung vor allem die möglichen Folgen für Ölpreis und Aktienmarkt betrachtet.

Übereinstimmung besteht bei den Belastungen durch Renditen, Energiepreise und die geopolitische Lage. Offen bleibt, wie stark die US-Arbeitsmarktdaten die Zinserwartungen und damit den weiteren Dax-Verlauf beeinflussen.

Disclaimer...

de | boerse | 70214181 |