Dax, Berichtssaison

Dax steigt um 0,6 Prozent auf 25.240 Punkte

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 12:30 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der deutsche Leitindex liegt am Montagmittag bei 25.240 Punkten. Anleger richten den Blick nun stÀrker auf Unternehmenszahlen, wÀhrend Energiepreise und geopolitische Risiken die MÀrkte weiter beeinflussen.

Dax hÀlt sich im Plus - geopolitische Unsicherheiten bleiben
Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Ölpreis und Berichtssaison prĂ€gen den Handel

  • Der Dax wurde gegen 12:30 Uhr mit 25.240 Punkten berechnet.
  • Siemens Energy, Hannover RĂŒck und RWE fĂŒhrten die Kursliste an.
  • Infineon, BASF und Brenntag lagen am unteren Ende der Liste.

Der Dax hat sich am Montag nach einem bereits freundlichen Start bis zum Mittag weiterhin im grĂŒnen Bereich gehalten. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 25.240 Punkten berechnet, ein Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Schlussniveau des vorherigen Handelstags.

Analyst sieht geopolitische Risiken

Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sagte, der Dax versuche, sich zum Wochenstart oberhalb der Marke von 25.000 Punkten zu stabilisieren. Die anfĂ€ngliche Euphorie ĂŒber eine mögliche RĂŒckkehr Russlands auf die internationalen EnergiemĂ€rkte sei bereits wieder verflogen.

Als GrĂŒnde nannte Lipkow geopolitische Unsicherheiten sowie bislang geringe Entlastungen bei Energiepreisen und Anleiherenditen. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagmittag etwas schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1185 US-Dollar.

Unternehmen rĂŒcken in den Mittelpunkt

Nach EinschĂ€tzung des Analysten gewinnt die beginnende Berichtssaison dadurch an Bedeutung. Die Erwartungen an die Unternehmensgewinne seien insbesondere in den USA außergewöhnlich hoch, wĂ€hrend Unternehmen nach Wochen steigender Renditen und hoher Energiepreise nun selbst Argumente fĂŒr weiter steigende Aktienkurse liefern mĂŒssten.

Den Auftakt wichtiger europĂ€ischer Zahlen macht am Montag nach Handelsschluss LVMH. Im weiteren Wochenverlauf folgt unter anderem ASML. Anleger dĂŒrften dabei besonders auf Hinweise zur weiteren Dynamik im KI- und Halbleitersektor achten.

Ölpreis steigt weiter

Die Berichtssaison werde damit zum Lackmustest fĂŒr die AktienmĂ€rkte, sagte Lipkow. Bei den hohen Bewertungen reiche es nicht mehr aus, die Erwartungen lediglich zu erfĂŒllen; Unternehmen mĂŒssten zunehmend positiv ĂŒberraschen.

Der Ölpreis stieg unterdessen. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 105,70 US-Dollar, das waren 96 Cent oder 0,9 Prozent mehr als beim Schluss des vorherigen Handelstags.

Der Dax bewegt sich zum Wochenstart in einem Spannungsfeld aus KursstĂŒtzen und Belastungsfaktoren. Die Marke von 25.000 Punkten fungiert dabei als kurzfristig wichtige Orientierung: Ein stabiler Handel darĂŒber signalisiert zunĂ€chst Risikobereitschaft, sagt aber wenig ĂŒber die Nachhaltigkeit der Bewegung aus.

Im Mittelpunkt stehen weiterhin Energiepreise, Anleiherenditen und geopolitische Entwicklungen. Steigende Ölpreise können ĂŒber höhere Kosten den Inflationsdruck verstĂ€rken und damit den Spielraum fĂŒr Zinssenkungen begrenzen. Höhere Renditen machen Anleihen zugleich attraktiver gegenĂŒber Aktien und erhöhen die Finanzierungskosten fĂŒr Unternehmen. FĂŒr exportorientierte deutsche Konzerne kommt die Wechselkursentwicklung hinzu, auch wenn der Euro am Montag nur leicht nachgab.

Berichtssaison als nÀchster Kurstreiber

Mit dem Beginn der Berichtssaison verschiebt sich der Fokus von makroökonomischen Erwartungen auf konkrete GeschĂ€ftszahlen und Ausblicke. Besonders relevant sind Aussagen zu Margen, Nachfrage und Investitionen. Im Technologiesektor richten Anleger den Blick zusĂ€tzlich auf die Dynamik rund um kĂŒnstliche Intelligenz und Halbleiter, weil diese Themen bereits hohe Gewinnerwartungen und Bewertungen prĂ€gen.

FĂŒr den Dax bedeutet das: Positive Kurse können kurzfristig durch Nachrichten zu Energie, Zinsen oder Geopolitik unterstĂŒtzt werden. Dauerhaftere Impulse mĂŒssen jedoch von den Unternehmen selbst kommen. Je höher die Bewertung, desto stĂ€rker fĂ€llt die Reaktion aus, wenn Ergebnisse oder Ausblicke hinter den Erwartungen zurĂŒckbleiben.

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