Dead, Island

Dead Island 2 im Test: Das brutal ehrliche Spaß-Feuerwerk, das CoD & Co. alt aussehen lässt

25.01.2026 - 15:35:15

Du kennst das: endlose Games, die dir epische Freiheit versprechen – und dann doch nur nach Checkliste funktionieren. Dead Island 2 macht Schluss mit dem Einerlei und liefert ein kompromisslos blutiges, überraschend witziges Zombie-Gemetzel, das sich fast schon gefährlich gut anfühlt.

Stell dir vor, du hast einen langen Tag hinter dir. Der Kopf brummt, dein To-do-Listensumpf wächst und die Welt fühlt sich ein bisschen zu ernst an. Du startest ein Game, hoffst auf Eskapismus – und landest in einer weiteren grauen Open-World mit generischen Missionen, Bullet-Sponge-Gegnern und Dialogen, die klingen, als hätte sie ein Excel-Sheet geschrieben.

Du willst nicht noch ein Spiel, das dir Arbeit gibt. Du willst ein Spiel, das sich wie eine brachiale Befreiung anfĂĽhlt. Reines, ungefiltertes, dreckiges Entertainment. Zero Realismus, 100 % Katharsis.

Genau hier setzt ein Game an, das sich nach einer Achterbahnfahrt im R-Rated-Vergnügungspark anfühlt – irgendwo zwischen Splatterfilm, Satire auf L.A. und Koop-Chaos mit Freunden.

Die Lösung: Dead Island 2 als kompromisslose Spaß-Maschine

Dead Island 2 ist kein leises Spiel. Es schreit dich förmlich an – mit Neonfarben, überdrehter Gewalt, absurdem Humor und einer Liebe zum Detail, die du erst merkst, wenn du zum dritten Mal inne hältst und denkst: "Hab ich das gerade wirklich gesehen?"

Statt düsterer Zombiesurvival-Depression setzt Dead Island 2 auf: "Was wäre, wenn die Apokalypse in einem satirischen L.A.-Postkartenmotiv stattfindet – und du der unverschämt gut gelaunte Chaosfaktor bist?"

Du spielst einen von mehreren sogenannten Slayers, jeder mit eigenen Stärken, Skills und Sprüchen. Und dann jagst du durch "Hell-A" – eine stilisierte, überzeichnete Version von Los Angeles, komplett im Zombie-Modus. Nicht realistisch. Aber real genug, um dir ein fettes Grinsen ins Gesicht zu meißeln.

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

Dead Island 2 ist nicht das einzige Zombie-Game da draußen. Aber es setzt seine ganz eigenen Akzente – und die spürst du vom ersten Schlag an.

  • F.L.E.S.H.-System (extrem detaillierte ZerstĂĽckelungs-Physik): Die Entwickler haben ein eigenes Gore-System gebaut, das den Körper der Zombies Schicht fĂĽr Schicht simuliert. FĂĽr dich bedeutet das: Jeder Schlag fĂĽhlt sich physisch an – egal ob du Knochen brichst, Fleisch zerreiĂźt oder GliedmaĂźen abtrennst. Klingt krank? Ist es. Aber spielerisch ist es ein unglaubliches Feedback-System.
  • Koop-Action fĂĽr bis zu drei Spieler: Du kannst Dead Island 2 vollständig im Koop zocken. Missionen, Nebenquests, Chaos – alles gemeinsam. Das macht aus dem Solo-Splatter schnell ein Partyspiel, bei dem ihr taktisch kombiniert oder einfach nur lachend durch Hell-A randaliert.
  • Handgemachte Zonen statt leerer Open World: Statt einer riesigen, aber leblosen Karte bekommst du mehrere, klar gestaltete Areale (z.B. Bel-Air, Venice Beach, Hollywood Hills). FĂĽr dich heiĂźt das: weniger Leerlauf, mehr dichte, kuratierte Momente – und visuell extrem abwechslungsreiche Schauplätze.
  • Builds und Skills, die sich wirklich unterschiedlich spielen: Jeder Slayer hat eigene Startwerte und Perks. Dazu kommt ein Kartensystem fĂĽr Skills, mit dem du deinen Spielstil fein abstimmen kannst: mehr Nahkampf, mehr Elementarschaden, mehr Ăśberleben – du bestimmst, wie fett dein Chaos wird.
  • Waffen-Crafting mit Elementareffekten: Du findest nicht nur Waffen, du baust sie um – mit Mods fĂĽr Feuer, Strom, Säure oder Schlag. Der Clou: Diese Effekte interagieren mit der Umgebung, etwa mit Wasserlachen oder brennbaren PfĂĽtzen. Dein Spielplatz wird zum Sandbox-Labor fĂĽr kreative Kills.
  • Ăśberraschend bissige Satire auf Influencer-Kultur und L.A. Lifestyle: Viele Quests, Charaktere und Setpieces sind ganz klar Kommentar auf Insta-Ă„sthetik, Fame-Obsessed-People und Oberflächenkultur. Du lachst – manchmal auch bitter – während du dich durch Villen, Studios und Strandpromenaden prĂĽgelst.

Dead Island 2: Auf einen Blick: Die Fakten

Dead Island 2 liefert ein sehr klares Versprechen: kompromissloses, optisch beeindruckendes und kooperatives Zombie-Gemetzel mit Fokus auf Nahkampf und Gore. Die wichtigsten Eckdaten im Ăśberblick:

Merkmal Dein Nutzen
Intensives Nahkampf-Fokus-Gameplay mit F.L.E.S.H.-System Jeder Treffer fühlt sich wuchtig, physisch und befriedigend an – du spürst den Impact statt nur Zahlen-Popups zu sehen.
Koop-Modus für bis zu drei Spieler Gemeinsam mit Freunden durch Hell-A metzeln, Quests lösen und abgefahrene Builds ausprobieren – ideal für Feierabend-Runden.
Mehrere detaillierte Zonen in "Hell-A" statt riesiger leerer Open World Weniger Laufwege, mehr Action und Setpieces: Du verbringst deine Zeit mit Erlebnissen, nicht mit Navigations-Simulator.
Slayer-Auswahl mit individuellen Stärken und Skillkarten-System Du kannst deinen Spielstil frei gestalten – vom tankigen Nahkämpfer bis zur Elementar-Glaskanone.
Waffen-Mods und Elementareffekte (Feuer, Strom, Säure u.a.) Experimentiere mit Umgebungen und Kettenreaktionen, um besonders kreative und effektive Kills zu inszenieren.
Stilisierte, satirische L.A.-Kulisse Optisch auffällige Levels, viel Abwechslung und ein sarkastischer Blick auf Influencer- und Hollywood-Kultur.
VerfĂĽgbar auf PC und aktuellen Konsolen Du kannst Dead Island 2 auf deiner bevorzugten Plattform erleben und auch mit Freunden auf anderen Systemen mitfiebern (je nach Version und Plattform-Ă–kosystem).

Diese Kombination macht Dead Island 2 zu einem sehr klar fokussierten Erlebnis: kein Survival-Hardcore, kein "Realismus-Simulator", sondern ein bewusst ĂĽberzeichnetes Action-Splatter-Spiel mit technischem Unterbau, der exakt auf dieses GefĂĽhl zugeschnitten ist.

Dead Island 2: Das sagen Nutzer und Experten

Dead Island 2 spaltet auf den ersten Blick – und vereint dann doch erstaunlich viele Stimmen. In Reviews auf YouTube, Gaming-Magazinen und in Reddit-Threads tauchen immer wieder ähnliche Muster auf.

Was Spieler lieben:

  • Das TreffergefĂĽhl: Viele bezeichnen das Nahkampf-Feedback als eines der besten im Genre. Besonders die Art, wie Zombies physisch reagieren, wird oft hervorgehoben.
  • Die Welt von Hell-A: Nutzer loben die Detailverliebtheit der Zonen – vom Strand bis zur Villa. Keine ultradunkle, verwaschene Apokalypse, sondern eine bunte, toxische, ĂĽberspitzte Katastrophe.
  • Koop-Faktor: Immer wieder liest und hört man: "Mit Freunden ist es ein komplett anderes Spiel" – im besten Sinne. Als Chaos-Coop-Abend landet Dead Island 2 bei vielen ĂĽberraschend oft in der Rotation.
  • Humor und Ton: Die satirische, manchmal herrlich dumme Art kommt an – vorausgesetzt, du erwartest keine tiefgrĂĽndige Drama-Story.

Kritikpunkte, die häufiger genannt werden:

  • Wiederholung bei längeren Sessions: Wer mehrere Stunden am StĂĽck zockt, merkt: Kernloop ist bewusst simpel – Gegner verkloppen, looten, weiterziehen. Wem das nicht liegt, wird irgendwann mĂĽde.
  • Story eher Beiwerk: Die Narrative trägt das Game nicht allein. Sie ist Rahmen, nicht Kern – was Fans von tiefen RPG-Storys enttäuschen kann.

Unterm Strich attestieren viele Tester: Dead Island 2 weiß ganz genau, was es sein will, und liefert genau das – ohne Ausflüchte. Wer sich darauf einlässt, wird reich belohnt.

Kurz einordnen: Hinter Dead Island 2 steht der schwedische Gaming-Konzern Embracer Group AB (ISIN: US2910111044), der in den letzten Jahren zahlreiche bekannte Studios und Marken unter sein Dach geholt hat. Das erklärt auch den polierten Produktionswert und die klar erkennbare Ausrichtung auf "Spaß-first"-Blockbuster-Feeling.

Alternativen vs. Dead Island 2

Wie schlägt sich Dead Island 2 im Marktumfeld? Du hast einige starke Alternativen im Zombie-Bereich – aber jede mit anderem Fokus:

  • Dying Light 2: Parkour, Vertikalität, Tag-Nacht-System. Deutlich mehr Survival- und Movement-Fokus, weniger Splatter-Slapstick. Wenn du Klettern und Erkunden liebst, ist das eine Alternative – aber das TreffergefĂĽhl im Nahkampf ist in Dead Island 2 fĂĽr viele wuchtiger.
  • Back 4 Blood / Left 4 Dead-Style-Games: Mehr klassischer Shooter, hoher Tempo-Faktor, stark auf Wellen und kooperative Missionen ausgelegt. Wenn du lieber ballerst als schlägst, passt das eher – Dead Island 2 bleibt klar beim Nahkampf.
  • Resident Evil-Reihe: Atmosphärisch dichter, mehr Horror, mehr Story. Dead Island 2 ist dagegen eher Party-Horror mit Neonlicht – nicht zum Gruseln, sondern zum Ausrasten.

Im direkten Vergleich punktet Dead Island 2 vor allem beim Preis-Leistungs-Verhältnis für Spieler, die genau diese Art von Erfahrung suchen: sehr fokussiertes, technisch ausgefeiltes Nahkampf-Gemetzel, das im Koop enorm wächst. Wer keine Lust auf Crafting-Overkill, Survival-Mikromanagement und endlose Menüs hat, bekommt hier ein klares, schnelles, lautes Angebot.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Dead Island 2 ist kein Spiel, das jedem gefallen will – und genau das ist seine Stärke. Es ist der laute Freund auf der Party, der zu Beginn zu viel ist, dich dann aber den ganzen Abend zum Lachen bringt.

Wenn du ein Game suchst, das du nach der Arbeit anmachst, um Stress buchstäblich aus virtuellen Zombies herauszuprügeln, bist du hier goldrichtig. Du bekommst:

  • eines der wuchtigsten Nahkampfsysteme im aktuellen Gaming-Markt,
  • eine schrill-satirische Postkarten-Version von L.A.,
  • Koop-Action, die sich perfekt fĂĽr regelmäßige Gaming-Abende eignet,
  • und eine klare spielerische Identität, die sich nicht fĂĽr jeden verbiegt.

Erwartest du dagegen eine tiefgründige Story, ernsthaften Horror oder ein Systemgeflecht aus Survival-Mechaniken, Crafting-Trees und moralischen Entscheidungen, wirst du vermutlich nach ein paar Stunden sagen: "Cool gemacht – aber nicht meins."

Doch wenn du dir insgeheim genau das wünschst: ein Spiel, das nicht so tut, als wäre es mehr als kompromisslos guter, blutiger, lauter Spaß – warum solltest du Dead Island 2 dann noch widerstehen?

@ ad-hoc-news.de