Demenz-PrÀvention, Risikofaktoren

Demenz-PrÀvention: 14 Risikofaktoren machen fast die HÀlfte der FÀlle vermeidbar

09.02.2026 - 00:52:12

Eine aktualisierte Analyse identifiziert 14 beeinflussbare Risikofaktoren fĂŒr Demenz und betont die zentrale Rolle von Lebensstil, Gesundheitsmanagement und sozialen Kontakten fĂŒr die PrĂ€vention.

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen verhindert oder verzögert werden könnten. Eine aktualisierte Analyse der renommierten Lancet-Kommission hat die Liste der beeinflussbaren Risikofaktoren auf 14 erweitert. Die Botschaft ist eindeutig: Jeder hat mehr Einfluss auf seine kognitive Zukunft als lange gedacht.

Lebensstil als wirksamster Schutz

Die Basis für ein gesundes Gehirn wird im Alltag gelegt. Ein aktiver Lebensstil steht dabei an erster Stelle.

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  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt nicht nur das Herz, sondern hat direkte positive Effekte auf die Gehirnstruktur.
  • Verzicht auf Rauchen: Tabakkonsum bleibt ein wesentlicher Risikotreibender.
  • Maßvoller Alkoholkonsum: Übermäßiges Trinken schädigt das Gehirn nachhaltig.
  • Ausgewogene Ernährung: Eine Ernährung reich an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unterstützt die Gehirngesundheit.

Chronische Krankheiten konsequent managen

Die Kontrolle von Volkskrankheiten im mittleren Lebensalter ist für den langfristigen Erhalt der kognitiven Fähigkeiten entscheidend. Drei Faktoren stehen hier im Fokus:

  1. Bluthochdruck regelmäßig kontrollieren und behandeln.
  2. Diabetes Typ 2 im Griff behalten, um Gefäßschäden im Gehirn zu vermeiden.
  3. Übergewicht reduzieren, das oft mit Bluthochdruck und Diabetes einhergeht.

Neu auf der Liste ist zudem ein hoher LDL-Cholesterinspiegel. Die Kontrolle des „schlechten“ Cholesterins gilt nun als wichtiger Präventionsbaustein.

Die unterschätzte Rolle von Sinnen und Psyche

Die jüngsten Erkenntnisse unterstreichen, wie sehr unsere Sinneswahrnehmung und mentale Gesundheit das Demenzrisiko beeinflussen.

Eine unbehandelte Schwerhörigkeit kann zu sozialem Rückzug und weniger geistiger Anregung führen. Jetzt kommt die Sehschwäche als weiterer Risikofaktor hinzu. Die simple Anpassung von Brille oder Hörgerät wird so zu einer direkten Demenzvorsorge.

Ebenso kritisch sind psychosoziale Faktoren: Geringe Bildung in jungen Jahren, soziale Isolation und Depressionen schwächen die kognitive Widerstandskraft des Gehirns. Lebenslanges Lernen und stabile soziale Kontakte wirken dem entgegen.

Ein lebenslanger Fahrplan für die Gehirngesundheit

Die 14 Faktoren verdeutlichen einen Paradigmenwechsel: Demenzprävention ist ein lebenslanger Prozess. Er beginnt mit guter Bildung, setzt sich mit der Kontrolle von Herz-Kreislauf-Risiken im mittleren Alter fort und mündet im hohen Alter in der Pflege sozialer Kontakte und dem Ausgleich von Sinneseinschränkungen.

Die Faktoren sind oft eng verknüpft. Körperliche Inaktivität begünstigt Übergewicht und Bluthochdruck. Schwerhörigkeit kann Depressionen fördern. Ein ganzheitlicher Ansatz lohnt sich also doppelt.

Die größte Herausforderung liegt nun in der Umsetzung. Für den Einzelnen bedeutet die Erkenntnis jedoch: Die wirksamsten Werkzeuge für ein gesundes Gehirn sind bekannt und größtenteils zugänglich. Es ist selten zu spät, damit anzufangen.

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