Europa Schluss: EuroStoxx reduziert Verluste - Positive US-Börsen
20.12.2024 - 18:32:01Nach dem mittÀglichen Verfall an den Terminbörsen nahmen klar ins Plus gedrehte US-Börsen auch hierzulande etwas den Druck von den MÀrkten.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 war um bis zu 1,6 Prozent abgerutscht auf ein Tief seit Anfang Dezember. Die zwischenzeitliche "Jahresendrally" war mit der AnnĂ€herung an die Marke von 4800 Punkten fast egalisiert worden. Mit seinem Schlussstand von 4862,28 Punkten reduzierte der EuroStoxx seinen Tagesverlust aber noch deutlich auf 0,3 Prozent. Damit hat er im Wochenverlauf ein Minus eingefahren, das knapp ĂŒber zwei Prozent betrĂ€gt.
Deutlich stĂ€rker um 1,6 Prozent nach unten ging es am Freitag beim zweiten europĂ€ischen Kursbarometer, dem Stoxx 50 EU0009658160. Weil dieser auch Werte auĂerhalb der Eurozone berĂŒcksichtigt, litt er unter einem Kurseinbruch bei Europas wertvollstem Unternehmen Novo Nordisk DK0060534915.
Auch in der Schweiz und GroĂbritannien lieĂ der Abgabedruck deutlich nach: Der Schweizer SMI CH0009980894 gab letztlich noch um 0,26 Prozent auf 11.384,92 ZĂ€hler nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 schloss auĂerdem 0,26 Prozent tiefer bei 8.084,61 Punkten.
In New York waren die Leitindizes nach schwÀcherem Start zuletzt mit bis zu 1,9 Prozent ins Plus gedreht. Die MÀrkte standen dort noch immer unter dem Eindruck des Kursrutsches vom Mittwoch, den die Zinssignale der US-Notenbank Fed ausgelöst hatten, und einem möglichen Wiedereinstiegsniveau. Etwas Entlastung, was die Zinssorgen der Anleger betrifft, brachte im Verlauf der PCE-Deflator der persönlichen Konsumausgaben - eine von der Fed bevorzugte Kennzahl zur Preisentwicklung.
Einen Kurseinbruch, der in der Spitze fast 30 Prozent groĂ war, erlitt das europĂ€ische Börsen-Schwergewicht Novo Nordisk. EnttĂ€uschende Studienergebnisse zum Abnehmmedikament Cagrisema haben dem dĂ€nischen Pharmakonzern Novo Nordisk DK0062498333 am Freitag den höchsten Kursverlust in seiner Geschichte eingebrockt. Das PrĂ€parat hatte in der Studie nicht ganz den erhofften Effekt gehabt. Am Ende war der Kursverlust noch fast 21 Prozent groĂ.
Novo Nordisk sorgte dafĂŒr, dass der europĂ€ische Index des Gesundheitssektors um vier Prozent absackte. Ansonsten verbuchten Bankentitel mit minus 0,9 Prozent bei ihrem Teilindex relativ groĂe Kursverluste. Der StimmungsdĂ€mpfer, den die US-Notenbank den FinanzmĂ€rkten verpasst hatte, belastete damit einmal mehr. Titel der Nordea FI4000297767 Bank waren mit gut zwei Prozent Minus das EuroStoxx-Schlusslicht, aber auch die Aktien der ING NL0011821202 bĂŒĂten etwa 1,4 Prozent ein.
Die Technologiewerte, die anfangs noch deutlich nachgegeben hatten, berappelten sich im Verlauf mit dem Gesamtmarkt. Sie folgten damit auch der Tatsache, dass der an der Nasdaq-Börse abzulesende Branchentrend in den USA am Freitag eine deutliche Erholung zeigte. Der New Yorker Nasdaq-100-Index US6311011026 hatte sein Plus auf zuletzt 1,8 Prozent ausgebaut.
Unter den Nebenwerten aus der Schweiz brachen die Aktien von Idorsia CH0363463438 um die HĂ€lfte ein. Der zuletzt aufgeblĂŒhte Hoffnungsschimmer auf ein Ăberleben des Pharmaunternehmens hat am Freitag einen argen DĂ€mpfer erfahren: Die vor gut drei Wochen angekĂŒndigten Exklusivverhandlungen ĂŒber die globalen Rechte an einem Bluthochdruckmittel sind in der Schwebe - und damit auch die versprochenen Mittel.

