Fake-Rabatte, Millionenstrafe

Fake-Rabatte? Millionenstrafe fĂŒr Shein in Frankreich

03.07.2025 - 16:31:01

Der asiatische Billig-OnlinehÀndler Shein hat in Frankreich wegen TÀuschung von Verbraucherinnen und Verbrauchern bei PreisnachlÀssen eine Strafe in Höhe von 40 Millionen Euro erhalten.

Das teilte die Pariser Wettbewerbs- und Anti-Betrugs-Behörde DGCCRF mit.

Die Behörde wirft dem Shoppingportal vor, Kunden bei Werbeaktionen im Hinblick auf angeblich gesenkte Preise in die Irre gefĂŒhrt zu haben. Die DGCCRF untersuchte laut ihrer Mitteilung Tausende mutmaßlich reduzierte Produkte auf der französischen Shein-Webseite zwischen dem 1. Oktober 2022 und dem 31. August 2023.

Demnach erhöhte das Portal manchmal bestimmte Preise vor einer Rabattaktion oder berĂŒcksichtigte vorherige PreisnachlĂ€sse nicht. Dies fĂŒhrte laut der DGCCRF dazu, dass mehr als die HĂ€lfte (57 Prozent) der ĂŒberprĂŒften Artikel gar keine PreisnachlĂ€sse boten. Fast jeder fĂŒnfte Nachlass fiel demnach niedriger aus als angekĂŒndigt. Elf Prozent der FĂ€lle boten laut Mitteilung sogar Preiserhöhungen.

Außerdem kritisierte die französische Behörde, dass das Unternehmen umweltbezogene Angaben auf seiner Webseite nicht habe belegen können- wie die Aussage, seine Treibhausgasemissionen um 25 Prozent gesenktzu haben.

Ein Unternehmenssprecher teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, man sei bereits im MĂ€rz 2024 von der französischen Behörde informiert worden und habe unverzĂŒglich "Abhilfemaßnahmen" eingeleitet. Diese seien kurz spĂ€ter abgeschlossen worden. "Dies bedeutet, dass alle aufgezeigten Probleme bereits vor mehr als einem Jahr angegangen wurden."

@ dpa.de