Aktien Wien Schluss: ATX macht das Dutzend voll
06.01.2026 - 18:30:01Mit dem zwölften Plus in Folge stellte der österreichische Leitindex nun die bisher lĂ€ngste Gewinnserie aus dem FrĂŒhjahr 1991 ein, dem Anfangsjahr der Indexberechnung. Zum Handelsende notierte der ATX um 0,38 Prozent höher bei 5.415,39 Punkten. Der ATX Prime stieg um 0,33 Prozent auf 2.688,59 ZĂ€hler, wĂ€hrend im europĂ€ischen Umfeld ebenfalls neue RekordstĂ€nde aufgestellt wurden.
Marktbeobachter begrĂŒnden die gute Entwicklung um den Jahreswechsel mit neuen Wetten auf eine Belebung der deutschen Konjunktur. Dies hatte zwar schon vergangenes Jahr maĂgeblich zur guten ATX-Performance beigetragen, bei vielen heimischen Werten sehen Analysten aber durchaus noch weiteren Spielraum.
Am Berichtstag standen moderat ausgefallene Inflationsdaten aus Deutschland und Frankreich im Fokus, die den Aktienkursen ebenso wie enttÀuschende Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungssektor jedoch nur geringe Impulse gaben. Daneben blieben auch die Entwicklungen rund um den US-Angriff auf Venezuela im Blick, wenngleich diese bereits am Vortag kaum belastend gewirkt hatten.
Auf Unternehmensebene blieb die Nachrichtenlage abgesehen von Analystenkommentaren ruhig. Die kanadische Bank RBC bestĂ€tigte in einer Branchenstudie ihre "Sector Perform"-EinschĂ€tzung fĂŒr die OMV-Aktien und belieĂ das Kursziel bei 50,0 Euro. Die Einbindung der Borouge stĂ€rke die Investmentstory der OMV und verbessere die Ausgangslage fĂŒr eine mögliche Erholung im ChemiegeschĂ€ft, schrieb RBC-Analyst Adnan Dhanani. OMV-Aktien stiegen um 0,1 Prozent auf 48,44 Euro.
EVN stiegen um 1,6 Prozent auf 28,30 Euro. Die Baader Bank hatte ihr 6-Monats-Kursziel fĂŒr die Aktien von 27,9 auf 31,1 Euro angehoben. Das "Reduce"-Rating wurde jedoch beibehalten.
Wienerberger schlossen um 0,7 Prozent tiefer bei 30,12 Euro. Die Analysten der Barclays hatten ihre "Overweight"-Empfehlung und ihr Kursziel von 35 Euro bekrĂ€ftigt. Entsprechend der EinschĂ€tzung der EndmĂ€rkte sei er kurzfristig relativ vorsichtig gegenĂŒber europĂ€ischen Bauprodukten eingestellt, schrieb Analyst Pierre Rousseau in einer Branchenstudie.
UnterstĂŒtzung bekam der ATX von den Bankwerten BAWAG und RBI, die 1,5 respektive 2,6 Prozent zulegten. Erste Group gaben hingegen um 0,4 Prozent nach. Auch bei einigen anderen Werten kam es zu Gewinnmitnahmen. Strabag und UNIQA kamen um bis zu 1,3 Prozent zurĂŒck.

