Krise, China

Krise in China und Nahost-Krieg: BMW kappt Prognose deutlich - Aktie sackt ab

16.06.2026 - 18:18:00 | dpa.de

Der Autobauer BMW DE0005190003 kappt wegen der Krise am chinesischen Automarkt und der Folgen des Nahostkriegs seinen Jahresausblick deutlich.

Für die Autosparte rechnet der Dax-Konzern DE0008469008 in diesem Jahr nur noch mit einer operativen Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von 1 bis 3 Prozent, wie er am Dienstag nach Börsenschluss in München mitteilte. Bisher hatte das Management 4 bis 6 Prozent veranschlagt. Auch den Vorsteuergewinn im Konzern schätzt der neue Chef Milan Nedeljkovic nun niedriger ein: Er soll im Vergleich zum Vorjahr deutlich statt nur moderat sinken. Auch für den Barmittelzufluss im Autogeschäft werden die Bayern pessimistischer. Die BMW-Aktie fiel nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um knapp fünf Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss.

Die negative Entwicklung im chinesischen Automarkt habe sich im zweiten Quartal weiter beschleunigt, hieß es zur Erklärung. Dies führe zu einem härteren Wettbewerb in China und in Ländern der Region Asien-Pazifik, dem sich BMW nicht entziehen könne. Auch die der Konflikt im Nahen Osten belaste. Die hohen Energiepreise erhöhten die Kosten des Unternehmens, zudem belaste die Unsicherheit die Verbraucherstimmung. Im zweiten Quartal dürften Ergebnis und Mittelzufluss im Jahresvergleich deutlich sinken.

BMW will nun mit weiteren Struktur- und Effizienzmaßnahmen gegensteuern. Die Sparmaßnahmen würden erst in den Folgejahren sichtbar, würden aber das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2026 einmalig belasten, hieß es.

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