Porsche rechnet mit stabilem Absatz - Rekordtief wegen China-Problemen
12.01.2024 - 10:19:42 | dpa.deWeltweit wurden in den vergangenen zwölf Monaten 320 221 Fahrzeuge ausgeliefert. Das waren 3,3 Prozent mehr als 2022, wie der Dax DE0008469008-Konzern am Freitag in Stuttgart mitteilte. Der Absatz wuchs demzufolge in fast allen Weltregionen - im wichtigsten Automarkt China brach er allerdings ein. Dorthin seien 79 283 Wagen ausgeliefert worden. Das entspricht einem Minus von rund 15 Prozent. Der RĂŒckgang sei vor allem auf die herausfordernde Wirtschaftslage in der Region zurĂŒckzufĂŒhren, hieĂ es von Porsche. In diesem Jahr geht der Autobauer insgesamt von einem stabilen Absatz aus, wie Vertriebschef Detlev von Platen ankĂŒndigte.
Die Porsche-Vorzugsaktie fiel am Vormittag in einem freundlichen Markt um 1,5 Prozent auf 76,16 Euro und erreichte zwischenzeitlich ein Rekordtief. Schon seit einiger Zeit notiert das Papier unter dem Ausgabekurs von 82,50 Euro beim Börsengang im September 2022. Seit Mitte 2023, als die Aktie auf den Hochs noch ĂŒber 120 Euro notierte, hat ein AbwĂ€rtstrend eingesetzt, den Experten auch mit Sorgen um das China-GeschĂ€ft des Autobauers erklĂ€ren.
Im vergangenen Jahr war Porsches Entwicklung in der Volksrepublik schwÀcher als die der anderen deutschen Premium- und Luxusautobauer. BMW DE0005190003 verzeichnete mit den Marken BMW und Mini in China ein Plus von gut vier Prozent. Die VW DE0007664039-Tochter Audi erzielte dort nach einem schwachen Vorjahr ein Plus von gut 13 Prozent. Einzig Mercedes-Benz DE0007100000 hatte auch zu kÀmpfen und setzte zwei Prozent weniger Autos ab.
In Deutschland wuchs die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge bei Porsche 2023 um gut ein Zehntel. Im restlichen Europa verkaufte das Unternehmen, das mehrheitlich zum Volkswagen DE0007664039-Konzern gehört, den Angaben nach rund 12 Prozent mehr Autos. In Nordamerika betrug das Absatzplus 9 Prozent, in Ăbersee- und WachstumsmĂ€rkten - zu denen unter anderem Afrika, Lateinamerika, Australien, Japan oder Korea gehören - 23 Prozent.
Besonders beliebt war 2023 der Sportwagen-Klassiker 911. Von diesem Modell verkaufte Porsche rund 24 Prozent mehr. Der vollelektrische Taycan, dessen Absatz zuletzt geschwÀchelt hatte, verkaufte sich ebenfalls besser: Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge stieg um 17 Prozent auf 40 629 Wagen. Der Absatz des Kompakt-SUV Macan trat hingegen auf der Stelle. Vom auslieferungsstÀrksten Modell Cayenne wurden im vergangenen Jahr rund 8 Prozent weniger verkauft.
Vertriebschef von Platen rechnet mit einem herausfordernden Jahr 2024 - insbesondere mit Blick auf die Marktbedingungen in China. "Wir machen uns fit fĂŒr die Zukunft und aktualisieren vier von sechs Baureihen", teilte er mit. Das seien so viele ProduktanlĂ€ufe wie noch nie zuvor in einem Jahr. Umso wichtiger sei es, die Absatzstruktur auszubalancieren und die sĂŒdostasiatischen MĂ€rkte weiter zu stĂ€rken. Insgesamt setze Porsche 2024 auf ein stabiles Absatzniveau.
So schÀtzen die Börsenprofis Produktion/Absatz Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

