Brose verkauft GeschÀft mit E-Bike-Motoren an Yamaha
31.03.2025 - 11:30:05Die 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Berlin tĂ€tig und werden von dem japanischen Konzern ĂŒbernommen, wie das Bamberger Unternehmen mitteilte. Yamaha plant demnach den Aufbau einer eigenen Entwicklungsbasis in Europa. Den Verkaufspreis nannte Brose auf Nachfrage nicht. Das Bamberger Unternehmen will sich demnach wieder auf sein KerngeschĂ€ft konzentrieren. Zuerst hatte der "FrĂ€nkische Tag" berichtet.
Yamaha will in Europa aufschlieĂen
Die Brose-Fahrradmotoren werden hauptsĂ€chlich in Elektro-Mountainbikes verbaut. Der Autozulieferer hatte seinen ersten Elektroradmotor 2014 vorgestellt. Brose nennt auch keine Produktionszahlen, doch nach einer in mehreren Fachmedien zitierten Marktanalyse schĂ€tzte der GrĂŒnder des PrĂŒfinstituts Velotech.de den Brose-Marktanteil bei E-Bike-Motoren in Europa Ende vergangenen Jahres auf sieben Prozent. Das wĂ€re demnach Rang vier hinter dem MarktfĂŒhrer Bosch, dem japanischen Fahrradkomponentenhersteller Shimano und dem chinesischen Unternehmen Bafang. Yamaha lag demnach noch hinter Brose auf dem fĂŒnften Platz. Damit will sich der hauptsĂ€chlich als Hersteller von MotorrĂ€dern und Musikinstrumenten bekannte japanische Konzern offenkundig nicht zufrieden geben.
Brose in schwieriger Lage - Fahrradindustrie ebenso
Brose ist wie viele Autozulieferer in wirtschaftlich schwieriger Lage. Im Dezember hatte das Familienunternehmen publik gemacht, dass es fĂŒr 2024 einen Verlust von 53 Millionen Euro erwartet. Bis Ende dieses Jahres sollen demnach in Deutschland 700 Stellen gestrichen werden. Vom Verkauf der Fahrradmotorproduktion war im Dezember noch nicht die Rede gewesen.
Abgesehen davon sind auch in der Fahrradindustrie die Jahre des coronabedingten Booms vorĂŒber. Nach Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbands brach die Produktionszahl der deutschen E-Bike-Hersteller 2024 um knapp 15 Prozent auf gute 1,3 Millionen ElektrorĂ€der ein.

