Continental kommt in der Autozulieferung stÀrker in BedrÀngnis als gedacht
16.04.2024 - 18:48:11Die Sparte rutschte mit einer um Sondereffekte bereinigten Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern von minus 4,3 Prozent deutlich stĂ€rker in die Verlustzone als von Experten erwartet. Ein Jahr zuvor hatte das Sorgenkind der Hannoveraner noch eine leicht positive Marge von 0,8 Prozent erzielt. Auch beim Umsatz blieb Conti im GeschĂ€ft mit den Autobauern mit einem RĂŒckgang auf 4,8 Milliarden Euro (VJ: 5,0) hinter den Erwartungen zurĂŒck.
Einerseits hĂ€tten schwache Absatzmengen in Europa belastet, andererseits noch ausstehende Neuverhandlungen von Preisen in KundenvertrĂ€gen, hieĂ es vom Hannoveraner Dax DE0008469008-Unternehmen ĂŒberraschend am Dienstag nach Börsenschluss. Zudem sei wegen verzögerten ProduktanlĂ€ufen auch gegenĂŒber dem Markt eine schwache Entwicklung zu verzeichnen gewesen. Höhere Löhne hĂ€tten die ProfitabilitĂ€t auĂerdem belastet.
Im Gesamtkonzern lag der Umsatz mit 9,8 Milliarden ebenfalls unter den Erwartungen am Finanzmarkt und unter dem Vorjahreswert von 10,3 Milliarden Euro. Dank der Reifensparte erzielten die Hannoveraner mit 2,0 Prozent voraussichtlich insgesamt eine positive operative Marge - vor einem Jahr waren es aber noch 5,6 Prozent gewesen. Trotz der Ergebnisse im ersten Quartal rechnet die FĂŒhrungsspitze um Niko Setzer damit, die finanziellen Jahresziele in allen Sparten und auch dem Gesamtkonzern erreichen zu können, die Prognose bestĂ€tigte Conti daher. Die detaillierten Zahlen zum ersten Quartal legt Conti am 8. Mai vor.
Anleger nahmen die Neuigkeiten schlecht auf. Die Continental-Aktie rutschte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um mehr als zwei Prozent ab.

