Ergebnisse, Produktion/Absatz

Hornbach senkt Umsatzprognose leicht - Aktie verliert deutlich

20.12.2024 - 11:40:47

Der Baumarktkonzern Hornbach Holding DE0006083405 bekommt zum Jahresende die ZurĂŒckhaltung der Konsumenten zu spĂŒren.

Die Prognose fĂŒr den Erlös wurde leicht reduziert. Der Umsatz fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024/25 werde entsprechend der Entwicklungen im Verlauf der ersten neun Monate auf Vorjahresniveau (6,16 Mrd Euro) erwartet, teilte das im SDax DE0009653386 gelistete Unternehmen am Freitag im pfĂ€lzischen Bornheim mit. Zuvor wurde noch damit gerechnet, den Wert des vergangenen GeschĂ€ftsjahres leicht ĂŒbertreffen zu können. Zudem haben Lohnerhöhungen den operativen Gewinn im dritten Quartal belastet, die Jahresprognose hierfĂŒr bestĂ€tigte Hornbach dennoch. An der Börse kamen die neuesten Nachrichten ĂŒberhaupt nicht gut an: Die Aktie verlor am Vormittag zweistellig.

Die Senkung der Umsatzprognose gehe auf höherer Erwartungen zu Anfang des GeschĂ€ftsjahres zurĂŒck, erklĂ€rte FinanzvorstĂ€ndin Karin Dohm in einer Telefonkonferenz mit Investoren. Mit Blick auf die damalige Stimmung im FrĂŒhjahr habe man sich fĂŒr das gesamte GeschĂ€ftsjahr (bis Ende Februar) etwas mehr versprochen. Das saisonal eher schwĂ€cherer vierte GeschĂ€ftsquartal hole es nicht mehr rein, auch wenn das GeschĂ€ft im aktuellen Quartal grundsĂ€tzlich gut laufe.

Hornbach hatte entsprechend auch ein außergewöhnlich gutes Quartalsergebnis fĂŒr die Monate MĂ€rz bis Mai vorgelegt - auch dank des vorteilhaften Wetters und einer strikten Kostenkontrolle. Mit Blick auf die Entwicklung der Neun-Monatszahlen profitiert Hornbach nun auch davon. Die Jahresprognose fĂŒr den bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) bestĂ€tigte der Konzern bei der Vorlage der Neun-Monatszahlen in der Folge. Hier erwartet das Management nach wie vor, leicht ĂŒber dem Niveau des GeschĂ€ftsjahres 2023/24 (254,2 Mio Euro) zu landen.

In den drei Monaten September bis November erzielte die Hornbach Holding einen Umsatz von 1,51 Milliarden Euro, ein Plus von 1,3 Prozent. Dies war vor allem dem europÀischen GeschÀft zu verdanken, wÀhrend die Umsatzentwicklung in Deutschland auf der Stelle trat.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) ging um gut 28 Prozent zurĂŒck auf 34,6 Millionen Euro, was insbesondere auf "notwendige" Lohnerhöhungen zurĂŒckzufĂŒhren sei, hieß es weiter. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im dritten GeschĂ€ftsquartal nach gut 29 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum nun knapp 18 Millionen Euro.

An der Börse kamen die neuesten Zahlen und der gesenkte Umsatzausblick nicht gut an. Die Aktien des Baumarktkonzerns Hornbach Holding sackten zweistellig ab und verloren zuletzt 11,61 Prozent auf 73,10 Euro. Seit Jahresbeginn steht aber immer noch ein Plus von knapp 11 Prozent zu Buche. Die Kennziffern lÀgen deutlich unter den Erwartungen, sagten Börsianer.

Dies bekrĂ€ftige auch Baader Bank-Analyst Volker Bosse. Das dritte GeschĂ€ftsquartal sei mit einem geringeren operativen Gewinn eher schwach gewesen, schrieb er am Freitagmorgen. Aber auch der Umsatz habe seine Erwartung verfehlt - geprĂ€gt von schwacher Konsumstimmung. Die Kunden seien nicht in der Stimmung fĂŒr grĂ¶ĂŸere Renovierungsprojekte, vor allem in Deutschland. Trotzdem sei Hornbach weiter auf Kurs und dĂŒrfte die bestĂ€tigte Gewinnprognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024/25 (bis Ende Februar) sogar ĂŒbertreffen, glaubt der Experte.

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