Brennstoffzellen-Spezialist SFC Energy wÀchst weiter - EngpÀsse bremsen
20.08.2024 - 09:53:43Dabei wurde die Entwicklung im zweiten Quartal wegen EngpÀssen bei der Membranfertigung deutlich gebremst. Das Unternehmen zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Probleme nur temporÀr sind. Das Unternehmen baut seine KapazitÀten aus und sieht sich dabei im Plan.
Die Aktie sprang zu Handelsbeginn krĂ€ftig nach oben, gab aber im Verlauf einen Teil der Gewinne ab. Zuletzt lag das Plus bei rund 3,5 Prozent. SFC habe die Erwartungen weitgehend erfĂŒllt und den Jahresausblick bestĂ€tigt, notierte Analyst Malte Schaumann von Warburg Research. Die Gewinnmargen entwickelten sich weiterhin vorteilhaft.
SFC begrĂŒndete das schwĂ€chere zweite Quartal mit EngpĂ€ssen bei sogenannten Membran-Elektroden-Einheiten und einem daraus resultierenden Produktionsengpass bei Methanol-Brennstoffzellen. Der Umsatz legte insgesamt nur noch um 4,1 Prozent auf fast 31 Millionen Euro zu, teilte das Unternehmen am Dienstag in Brunnthal bei MĂŒnchen mit. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging sogar um 11,2 Prozent auf gut 3,5 Millionen Euro zurĂŒck.
SFC gehe davon aus, dass sich die KapazitĂ€tsbeschrĂ€nkungen mit dem Hochlauf der Membranfertigung in GroĂbritannien im Laufe des dritten Quartals auflösen werden, hieĂ es. Das Unternehmen werde damit im zweiten Halbjahr die Auslieferungsmengen wieder erheblich steigern können. AuĂerdem erweitert SFC derzeit ihre ProduktionskapazitĂ€ten in Deutschland, RumĂ€nien und Indien. Hier liegt das Unternehmen nach eigenen Angaben im Plan und geht von weiter steigenden UmsĂ€tzen in der zweiten JahreshĂ€lfte aus.
Das Unternehmen bekrĂ€ftigte daher seine Prognose fĂŒr das laufende Jahr. Der Umsatz soll um rund 20 bis 30 Prozent auf 141,7 bis 153,5 Millionen Euro zulegen. Das um SondereinflĂŒsse bereinigte Ebitda erwartet SFC zwischen 17,5 und 22,4 Millionen nach 15,2 Millionen Euro im Vorjahr.
Nach sechs Monaten kommt der Brennstoffzellen-Spezialist auf ein Umsatzplus von knapp einem Viertel auf fast 71 Millionen Euro, das bereinigte Ebitda legte um gut 71 Prozent auf 12,5 Millionen Euro zu, die entsprechende Marge verbesserte sich von 12,8 auf 17,7 Prozent. Unter dem Strich verdiente SFC mit 6,4 Millionen Euro fast doppelt so viel wie im Vorjahr.
Der Brennstoffzellen-Spezialist kam dabei Ende Juni auf einen Auftragsbestand von 89 Millionen Euro, nach 81,3 Millionen zum Jahreswechsel. Das Management um Konzernchef Peter Podesser erwartet eine anhaltend hohe Nachfragedynamik. So stiegen die AuftragseingÀnge im ersten Halbjahr auf 79,2 Millionen Euro.
Positiv entwickelte sich auch der Mittelzufluss, der sich erheblich erhöhte. "Das profitable Wachstum von SFC Energy ist im Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Sektor keine SelbstverstÀndlichkeit und aus unserer Sicht ein wichtiges Differenzierungsmerkmal", kommentierte Podesser.

