London, Drohnenangriff

London bestĂ€tigt Drohnenangriff auf MilitĂ€rstĂŒtzpunkt auf Zypern

Veröffentlicht am: 02.03.2026 um 05:53 Uhr | dpa.de

Der britische LuftwaffenstĂŒtzpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag von einer Drohne getroffen worden.

Das bestÀtigte das Verteidigungsministerium in London laut der Nachrichtenagentur PA. Bei dem Vorfall nahe der Hafenstadt Limassol sei niemand verletzt worden.

Es gebe Maßnahmen zum Schutz der Truppen in der Region. "Die Basis hat reagiert, um unsere Leute zu verteidigen", hieß es demnach weiter. Zu einem spĂ€teren Zeitpunkt sollte es weitere Informationen geben. Eine BestĂ€tigung seitens der Behörden der EU-Inselrepublik lag zunĂ€chst nicht vor. Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunĂ€chst nicht bekannt.

Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven MilitĂ€reinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese sehen. Die Einheiten starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern.

Einschlag auf dem Flugfeld

Laut einem Bericht des zyprischen Nachrichtenportals "Cyprus Mail" schlug eine "kleine Drohne" auf dem Flugfeld des StĂŒtzpunktes ein. Nach ersten Angaben sei "geringer Sachschaden" entstanden. Das zyprische Nachrichtenportal "Politis" veröffentlichte Videoaufnahmen von außerhalb des StĂŒtzpunktes. Darauf waren Alarmsirenen zu hören.

Angehörige der Basis seien angewiesen worden, an Ort und Stelle zu bleiben und weitere Anweisungen abzuwarten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren EinschlĂ€gen komme. Explosionen und Sirenen seien auch in der nahegelegenen Stadt zu hören gewesen, berichteten ĂŒbereinstimmend zyprische Nachrichtenportale. Großbritannien unterhĂ€lt auf Zypern zwei StĂŒtzpunkte.

Zyperns Regierung weist Berichte ĂŒber iranische Raketen zurĂŒck

Zyperns Regierung hatte zuvor Berichte zurĂŒckgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert worden seien. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen trĂ€fen nicht zu.

Verteidigungsminister Healey hatte vor der Gefahr "zunehmend wahlloser iranischer Vergeltungsangriffe" gewarnt. Dem britischen Sender Sky News sagte er, es seien zwei iranische Raketen in Richtung Zypern abgefeuert worden.

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