OpenAI, Hacking-VorfÀllen

OpenAI will neue KI nach Hacking-VorfĂ€llen hĂ€rter ĂŒberwachen

Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 10:56 Uhr | dpa.de

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI will nach eigenmĂ€chtigen Hacking-Attacken durch KĂŒnstliche Intelligenz seine neuen KI-Modelle hĂ€rter kontrollieren.

Software mit weitreichenden FĂ€higkeiten soll stĂ€rker ĂŒberwacht und abgeschirmt werden, unter anderem durch eingeschrĂ€nkten Zugang zu Netzwerken und Programmier-Werkzeugen. FĂŒr ein neues KI-Modell mit dem Namen Astra hat das zur Folge, dass "interne AktivitĂ€ten", die noch nicht den verschĂ€rften Sicherheitsvorkehrungen entsprechen, vorerst pausiert werden.

OpenAI sei zu dem Schluss gekommen, dass Astra in der Lage sei, eigenstĂ€ndig Schwachstellen zu finden und komplette Cyberattacken durchzufĂŒhren, hieß es in einem Blogeintrag. Diese FĂ€higkeiten erreichten bei dem Modell ein kritisches Niveau.

Alarmierende Angriffsserie

OpenAI hatte in den vergangenen Wochen fĂŒr Schlagzeilen gesorgt, weil ein Modell in einem Test einen Weg fand, aus einer eigentlich isolierten Testumgebung ins offene Internet zu gelangen - und dann ins Computersystem der KI-Plattform Hugging Face einbrach. Es suchte dabei nur nach einer Lösung fĂŒr die Testaufgabe und richtete keinen Schaden an.

Alarmierend war allerdings, dass die KĂŒnstliche Intelligenz dabei völlig eigenstĂ€ndig agierte - und OpenAI die Attacke erst nachtrĂ€glich feststellte. Deswegen wurden Rufe nach einer besseren Absicherung von Tests neuer KI laut. SpĂ€ter wurde bekannt, dass auch Modelle des OpenAI-Rivalen Anthropic und des Facebook-Konzerns Meta US30303M1027 bei Tests in Systeme anderer Unternehmen eindrangen.

Unlösbare Aufgaben und Schummeln

Forscher von OpenAI berichteten auch, dass KI-Modelle der Firma schon Wochen vor der Attacke auf Hugging Face unentdeckt miteinander kommunizierten, um fĂŒr den Ausbruch aus der Testumgebung zusammenzuarbeiten. Ihr Ziel dabei sei gewesen, im Internet nach der Antwort auf die im Test gestellte Aufgabe zu suchen, sagten OpenAI-Experten in einer PrĂ€sentation auf der Hacker-Konferenz Black Hat. Zu den Erkenntnissen der Forscher gehört auch, dass die Top-KI-Modelle oft schummeln wollten, um die Testaufgaben zu lösen.

Ein Problem der TestlĂ€ufe sei zudem gewesen, dass die KI zum Teil versehentlich AuftrĂ€ge bekommen habe, die nicht erfĂŒllbar gewesen seien. In einem Fall sei eine Tabelle, in der sie eine Aufgabe lösen sollte, ohne Internet-Zugang nicht abrufbar gewesen. In einem anderen Fall habe das Team vergessen, eine zum Auftrag gehörende Datei hochzuladen. Die KI-Modelle hĂ€tten zunĂ€chst Kontakt untereinander aufgenommen, weil sie in der unlösbaren Situation Hilfe gesucht hĂ€tten, hieß es.

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