Hipp verteidigt vorsichtige Kommunikation zu Gift-GlÀschen
21.04.2026 - 20:48:16 | dpa.deEs gehe darum, dass die Sicherheitsbehörden "umso ungestörter ermitteln können, je weniger nach auĂen dringt", erklĂ€rte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Hipp der österreichischen Zeitung "Die Presse".
Jede Nachricht behindere die Ermittlungen. Deshalb wĂŒrden alle Mitteilungen des Unternehmens im oberbayerischen Pfaffenhofen vor der Veröffentlichung mit den Ermittlern abgesprochen, sagte Hipp.
"ExistenzgefĂ€hrdend" fĂŒr Hipp
"Unsere Absicht war und ist, ihre Arbeit nicht zu gefĂ€hrden, damit der Verbrecher so schnell wie möglich gefasst werden kann und kein Kind zu Schaden kommt", sagte der Unternehmer. Die Ereignisse der vergangenen Tage seien "fĂŒr ein mittelstĂ€ndisches Unternehmen wie Hipp existenzgefĂ€hrdend", meinte er.
Hipp erklĂ€rte auch, warum so viel Zeit zwischen dem Eintreffen des Erpresserschreibens und der ersten Reaktion des Unternehmens verging. Die E-Mail sei am 27. MĂ€rz in einem Sammelpostfach fĂŒr Anfragen aus dem Ausland gelandet, das nur alle zwei bis drei Wochen kontrolliert werde, fasste "Die Presse" seine Aussagen zusammen. "Das wĂ€re so, als wĂŒrden Sie einen Brief ĂŒber den Zaun ins FirmengelĂ€nde werfen und hoffen, dass es jemand findet", sagte Hipp. Sobald die Mail am 16. April entdeckt worden sei, habe man die Polizei informiert.
Vergiftete GlÀschen in drei Staaten, keine Funde in Deutschland
Mit Rattengift in Babynahrung wird versucht, den Babykosthersteller zu erpressen. Die Polizei sucht nach dem noch unbekannten TĂ€ter. In Ăsterreich, Tschechien und der Slowakei wurden laut PolizeiprĂ€sidium Oberbayern SĂŒd insgesamt fĂŒnf manipulierte BabynahrungsglĂ€ser entdeckt.
Laboruntersuchungen ergaben, dass diese Rattengift enthielten. Ein weiteres Glas wird im österreichischen Burgenland noch gesucht. In Deutschland wurden keine mit Gift verunreinigten Produkte gefunden.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
