Pharmariese Novo Nordisk baut Produktion weiter aus - Investition in Frankreich
23.11.2023 - 11:07:20In Frankreich investiert der Konzern jetzt 2,1 Milliarden Euro, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag meldete. Der Konzern reagiert damit auf die hohe Nachfrage nach seinen populĂ€ren Medikamenten zur Gewichtsreduzierung, die zu LieferengpĂ€ssen fĂŒhrte.
Unklar ist, ob die Summe auch staatliche Subventionen enthĂ€lt. Die Investition wird laut dem französischen PrĂ€sidentenbĂŒro mehr als 500 ArbeitsplĂ€tze schaffen. Der Novo-Standort in Chartres sĂŒdwestlich von Paris beschĂ€ftigt derzeit 1450 Mitarbeiter und produziert Insulin, das von mehr als acht Millionen Patienten weltweit verwendet wird.
Novo Nordisk will vor allem die Produktion von zwei Medikamenten steigern: Wegovy zur Gewichtsreduktion und Ozempic gegen Diabetes. Beide Arzneimittel enthalten den Wirkstoff Semaglutid, der die Wirkung eines Darmhormons nachahmt und ein SĂ€ttigungsgefĂŒhl hervorruft. Wegovy hilft den Anwendern nachweislich, bis zu 15 Prozent ihres Körpergewichts zu verlieren.
Vor allem in den USA gibt es einen groĂen Hype um die Medikamente, der befeuert wird von Prominenten und Unternehmern wie Elon Musk. In der Industrie herrscht deshalb eine Art GoldgrĂ€berstimmung und an der Börse befeuert der Trend die Aktienkurse. Dies hat Novo Nordisk zum wertvollsten Unternehmen Europas gemacht: Im September hatten die DĂ€nen den französischen LuxusgĂŒterriesen LVMH FR0000121014 als wertvollstes Unternehmen in Europa abgelöst. Aktuell bringt es der im Stoxx-50 notierte Pharmakonzern auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet 425 Milliarden Euro, der Börsenwert von LVMH liegt bei knapp 358 Milliarden.

