Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Dax hält sich knapp über 25.000 Punkten

10.02.2026 - 11:54:14

Der Dax DE0008469008 hat am Dienstag einen schwächeren Start abgeschüttelt und sich knapp über 25.000 Punkten gehalten.

Am Vorabend war sie spät mit Rückenwind von den US-Börsen passiert worden. Vor den am Mittwoch erwarteten US-Arbeitsmarktdaten prägte Zurückhaltung das Geschehen.

Gegen Mittag stand der deutsche Leitindex prozentual unverändert bei 25.014 Punkten. Eine weitere Annäherung an das Rekordhoch von 25.507 Punkten bleibt damit möglich. Während der MDax DE0008467416 mit 31.928 Zählern noch einen knappen Abschlag aufwies, konnte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 mit einem erneuten Rekord auf sich aufmerksam machen.

Geht es nach den Chartexperten der UBS, müsste der Dax die Rückkehr über die Tausenderschwelle bestätigen, indem auch die offene Kurslücke vom 19. Januar geschlossen wird. Damals hatte der zwischenzeitlich aufgeflammte Grönland-Streit mit US-Präsident Donald Trump die Anleger schwer beunruhigt. Um den Weg zum Januar-Rekord freizumachen, müsste der Dax also auf knapp 25.300 Punkte steigen.

Schon am Nachmittag könnte ein neuer Anstoß dazu aus den USA kommen, wo Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen anstehen. Von zwei deutschen Unternehmen mit Zahlenvorlagen kamen derweil keine positiven Impulse: Teamviewer DE000A2YN900 sackten in Richtung Rekordtief ab wegen eines vorsichtigen Ausblicks auf 2026. Zuletzt standen die Titel des Wartungssoftware-Spezialisten mit 5,8 Prozent im Minus.

Die Titel von Tui DE000TUAG505 standen zuletzt mit einem Hoch seit 2023 besser da. Mit einem Abschlag von 5,2 Prozent waren nun aber Gewinnmitnahmen die Folge. Der operative Gewinn des Reisekonzerns konnte zwar im ersten Geschäftsquartal gesteigert werden, der Umsatz aber nicht. Auch die Aussagen zur Buchungsentwicklung für die wichtige Sommersaison seien mau, hieß es von Händlerseite.

Ansonsten rückten unternehmensseitig einmal mehr Analystenkommentare in den Mittelpunkt. Gestrichene Kaufempfehlungen gab es von der UBS für die beiden United-Internet-Töchter 1&1 DE0005545503 und Ionos DE000A3E00M1, deren Papiere mit Rückschlägen von 4,4 respektive 7,5 Prozent auch die Titel des Mutterkonzerns belasteten.

Ein weiterer großer Verlierer waren die Titel von Nordex DE000A0D6554, nachdem sich die Citigroup angesichts des jüngst erreichten Hochs seit 2002 dazu entschlossen hatte, das bisherige Kaufvotum aufzugeben. Ähnlich ging die Berenberg Bank nach gutem Lauf bei Eon DE000ENAG999 vor, was die Titel des Energiekonzerns mit 0,8 Prozent ins Minus drückte.

Optimistischer wird dagegen Goldman für einige zyklisch geprägte Chemiewerte - mit frischen Kaufempfehlungen, die Evonik DE000EVNK013 und Symrise DE000SYM9999 mit bis zu 6,3 Prozent ins Plus hievten. Die Expertin Georgina Fraser gab im Zuge ihrer Branchenstudie auch ihre bislang negative Haltung zu Lanxess DE0005470405 auf.

Ein "Buy" von Jefferies kam außerdem bei den Aktionären des Halbleiterausrüsters Aixtron DE000A0WMPJ6 sehr gut an, wie ein Kurssprung um mehr als acht Prozent zeigt. Die Papiere des Chipausrüsters seien ein bisher unterschätzter KI-Wert, denen eine Beschleunigung bevorstehe, lautete das Argument des Experten Om Bakhda.

@ dpa.de