Aktien Frankfurt Schluss: Dax kaum verÀndert - Jahresendrally bleibt ungewiss
18.11.2024 - 17:52:24Die Trendsuche setzte sich so zu Wochenbeginn fort. Der deutsche Leitindex ging mit einem Minus von 0,11 Prozent auf 19.189,19 Punkte aus dem Handel.
Der Korridor, in dem er sich im Tagesverlauf bewegte, war zugleich recht eng. WĂ€hrend die 50-Tage-Linie bei aktuell rund 19.150 ZĂ€hlern laut Charttechnikern als Indikator fĂŒr den mittelfristigen Kursverlauf derzeit eine UnterstĂŒtzung darstellt, liege der kurzfristige Trendindiktor wie ein Deckel auf dem Index. Etwas ĂŒber 19.280 Punkten verlĂ€uft die 21-Tage-Linie, die erst einmal wieder ĂŒberwunden werden mĂŒsse, damit eine Jahresendrally Chancen bekomme.
Der MDax DE0008467416 sank am Montag um 0,82 Prozent auf 26.195,18 ZĂ€hler. Der EuroStoxx 50 EU0009658145, der Leitindex der Eurozone, gab um 0,09 Prozent auf 4.790,33 Punkte nach.
In der vergangenen Woche hatte es zweimal so ausgesehen, als sei der Startschuss fĂŒr eine Jahresendrally des Dax gefallen. Stets ging den KĂ€ufern aber rasch die Luft aus. Das Rekordhoch von Mitte Oktober bei knapp unter 19.675 Punkten blieb auf Abstand. In den Vereinigten Staaten waren die wichtigsten Indizes nach den krĂ€ftigen Gewinnen durch den Sieg von Donald Trump bei den US-PrĂ€sidentschaftswahlen wieder spĂŒrbar gesunken.
"Nach der Risikofreude in den ersten Novembertagen haben sich die Anlegernerven in New York wieder etwas beruhigt", schrieb CMC-Markets-Analyst Konstantin Oldenburger. Einen wichtigen Grund dafĂŒr sieht er in den ĂuĂerungen des US-Notenbank-Chefs Jerome Powell. Dessen Botschaft, die Zinsen nur bei Bedarf zu senken und dazu noch langsamer als erhofft, habe der Euphorie einen DĂ€mpfer versetzt. Dass der Dax zuletzt ein Eigenleben gefĂŒhrt und sich vom Auf und Ab an der Wall Street abgekoppelt hatte, sei daher nun "ein Vorteil".

