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Frankfurt Schluss: Dax ohne Zoll-Störfeuer erholt

08.04.2025 - 18:02:02 | dpa.de

Der Dax DE0008469008 hat nach drei tiefroten Handelstagen am Dienstag mit krÀftigem Zuwachs die Marke von 20.000 Punkten wieder hinter sich gelassen.

Die aggressive Zollpolitik von US-PrÀsident Donald Trump bleibt im Fokus und die Unsicherheit hoch. Zoll-Störfeuer blieben am Dienstag aber vorerst aus, erste SchnÀppchenjÀger waren wieder unterwegs.

Zum Handelsende gewann der Dax 2,48 Prozent auf 20.280,26 Punkte. Damit knĂŒpfte der deutsche Leitindex nach dem Kurseinbruch am Montagmorgen bis unter 18.500 Punkte, auf den im Tagesverlauf eine deutliche Verringerung der Verluste gefolgt war, an seinen Erholungsversuch vom Vortag an.

Nach dem zerbrochenen Porzellan der vergangenen Handelstage hÀtten Marktteilnehmer sich bei aussichtsreichen Dax-Unternehmen wie Siemens Energy DE000ENER6Y0, Heidelberg Materials DE0006047004 und Rheinmetall DE0007030009 wieder eingekauft, sagte Finanzmarktexperte Andreas Lipkow. Aktien dieser Unternehmen lagen am Dienstag mit Kursgewinnen bis zu etwas mehr als 6 Prozent im Dax auf den vorderen PlÀtzen. Die Stimmung bleibe aber angespannt und nervös, die Strafzoll-Thematik sei noch nicht vom Tisch, so Lipkow weiter.

Der MDax DE0008467416 gewann 3,78 Prozent auf 25.571,08 Punkte. Europaweit standen die Zeichen ebenso auf Erholung: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss 2,5 Prozent höher auf 4.773,65 Punkte, in London und ZĂŒrich sah es Ă€hnlich positiv aus. In New York stieg der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 zum europĂ€ischen Börsenschluss um 2 Prozent, der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 zog um 2,5 Prozent an.

Am vergangenen Mittwoch hatte Trump mit einer Zoll-Lawine einen Handelskrieg gegen den Rest der Welt losgetreten. Die EuropĂ€ische Union will mit den USA einen Deal hinbekommen. China hingegen geht auf Konfrontationskurs. Marktbeobachter fĂŒrchten deshalb, dass sich die Zoll-Eskalationsspirale zwischen China und den USA schnell weiterdrehen könnte.

Einzelne Unternehmensmeldungen spielten angesichts der vorwiegend makro-ökonomisch getriebenen MÀrkte auch am Dienstag nur eine geringe Rolle. Positiv kam an, dass sich der vor der Aufspaltung stehende Autozulieferer und Reifenhersteller Continental DE0005439004 von seiner Kunststofftechniksparte Contitech trennen will. Die Aktien legten um 4,6 Prozent zu.

Die Aktien von RĂŒstungsunternehmen setzten ihre tags zuvor begonnene Erholung mit Tempo fort. Anleger konzentrieren sich wieder auf die Chancen durch höhere Verteidigungsausgaben in LĂ€ndern der EuropĂ€ischen Union. Noch höher als der Kurszuwachs fĂŒr Rheinmetall waren im MDax die Zugewinne fĂŒr Hensoldt DE000HAG0005 und Renk DE000RENK730 mit 7,4 beziehungsweise 12 Prozent.

Ein Großauftrag sorgte bei den Anlegern von Stabilus DE000STAB1L8 fĂŒr gute Laune. Mit plus 11,5 Prozent hatten die Titel des Autozulieferers im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 die Nase vorn. Im Marktcrash am Montagmorgen waren sie noch auf ein Rekordtief gefallen. KĂŒrzlich sei eine Order ĂŒber die Lieferung von jĂ€hrlich mehr als 400.000 TĂŒrantriebssystemen ab 2026 von einem chinesischen Autohersteller eingegangen, hieß es von Stabilus.

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