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Frankfurt Eröffnung: Dax mit Kursgewinnen im Feiertagshandel

14.05.2026 - 09:54:24 | dpa.de

Der Dax DE0008469008 ist am Donnerstag höher in den Feiertagshandel gestartet.

Im frühen Handel auf Xetra legte der deutsche Leitindex um 1,09 Prozent auf 24.400 Zähler zu. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Werte gewann 0,88 Prozent auf 31.675 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg um 0,7 Prozent.

Nach heißen Tagen der Berichtssaison geht es unternehmensseitig am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag ruhig zu. Im Dax werden BMW DE0005190003, Deutsche Börse DE0005810055 und Heidelberg Materials DE0006047004 mit Dividendenabschlag gehandelt, die Kurse erscheinen also nur optisch niedriger.

Technologie- EU0009658921 und Automobilwerte EU0009658681 waren gefragt. Volkswagen DE0007664039 waren mit plus drei Prozent unter den größten Gewinnern im Dax. Die Papiere des Chipherstellers Infineon DE0006231004 setzten ihre Kursrally fort und gewannen 2,7 Prozent. Ein starker Ausblick des US-Netzwerkausrüsters Cisco US17275R1023 gab dem Techsektor insgesamt Auftrieb. Rüstungswerte erholten sich etwas von ihrer jüngsten Schwäche: Rheinmetall DE0007030009 verbuchten Aufschläge von 3 Prozent.

Im Blick steht am Donnerstag der Besuch von US-Präsident Donald Trump in China. Dort haben sich beide Seiten mit betont freundlichen Worten um ein stabileres Verhältnis der Großmächte bemüht. Chinas Staatschef Xi Jinping warnte im Gespräch mit Trump allerdings vor einem Konflikt um Taiwan. Sollte die Taiwan-Frage schlecht gehandhabt werden, käme es zu Spannungen oder sogar Konflikten zwischen beiden Ländern, sagte Xi nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in Peking.

Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners, schrieb am Morgen, die Anleger setzten auf verbesserte Wirtschaftsbeziehungen und eine Ausweitung des Handels zwischen den beiden Supermächten. Doch wo hohe Erwartungen vorherrschten, gebe es auch immer ein hohes Enttäuschungspotenzial. So seien angesichts der Rekordhöhen an den US-Börsen die Risiken im Fall enttäuschender Nachrichten aus China hoch.

Bei dem Treffen der beiden Staatschefs dürfte auch der Iran-Krieg eine Rolle spielen, nachdem mit der Straße von Hormus auch eine für China wichtige Handelsroute aus dem Persischen Golf seit Kriegsbeginn Ende Februar faktisch geschlossen ist. Die Ölpreise - für Anleger seit Kriegsbeginn noch mehr als sonst Indikator für Konjunkturhoffnungen oder -sorgen - haben sich zuletzt mit deutlich über 100 Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent auf hohem Niveau gehalten.

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