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Frankfurt Schluss: Kaum verändert - Rekorde bei Einzelwerten

07.10.2025 - 18:20:02 | dpa.de

Der Dax DE0008469008 verharrt weiter auf hohem Niveau.

Seit dem Sprung über 24.500 Punkte am Freitag, auf den rasch Gewinnmitnahmen folgten, hat sich der deutsche Leitindex nur wenig bewegt. Am Dienstag schloss er mit plus 0,03 Prozent auf 24.385,78 Zählern. Marktanalysten sprachen von einer Konsolidierung.

Das Rekordhoch vom Juli bei 24.639 Punkten bleibt trotz der Turbulenzen im hoch verschuldeten Nachbarland Frankreich erreichbar. Die Anleger bleiben alles in allem gelassen, denn unter Experten herrscht die Meinung vor, dass Ansteckungseffekte auf andere Märkte kaum zu befürchten sind. Die Europäische Zentralbank (EZB) verfüge über ausreichend Instrumente, um Turbulenzen an den Anleihemärkten einzudämmen, hieß es etwa bei Index Radar.

Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen deutschen Unternehmen beendete den Dienstag mit minus 0,14 Prozent auf 30.836,16 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab um 0,27 Prozent auf 5.613,62 Zähler nach. Ähnlich schwächelte außerhalb der Euroregion auch der SMI CH0009980894 in Zürich. Fast unverändert ging der FTSE 100 GB0001383545 in London aus dem Tag. In den USA zeigten sich die wichtigsten Indizes zuletzt mit moderaten Verlusten.

Im Dax richteten sich die Blicke vor allem auf Bayer DE000BAY0017, die beiden Autobauer BMW DE0005190003 und Mercedes DE0007100000 sowie Gea DE0006602006. Die Aktien des Pharma- und Agrarchemiekonzerns setzten ihre jüngste Korrektur fort und verloren weitere 2,0 Prozent.

Ebenfalls um 2,0 Prozent ging es für BMW nach Absatzzahlen für das dritte Quartal abwärts, womit der Großteil der Kursgewinne vom Montag wieder Geschichte ist. Die Mercedes-Aktien, die sich am Vortag kaum bewegt hatten, erholten sich dagegen wieder weitgehend von ihrer Talfahrt, die sie im Tagesverlauf wegen der Absatzzahlen eingeschlagen hatten. Sie schlossen nur noch 0,4 Prozent schwächer. Nach fünf Rückgängen in Folge meldete BMW für das abgeschlossene Jahresviertel den ersten Anstieg seit anderthalb Jahren, während Mercedes einen neuerlichen Absatzrückgang bekanntgab.

Gea zeigten sich mit minus 0,5 Prozent unbeeindruckt von Ankündigungen rund um Änderungen in der Organisations- und Führungsstruktur des Maschinenbauers. Die Änderungen kämen überraschend und seien die größten, die Gea seit 2019 bekannt gegeben habe, kommentierte JPMorgan-Analyst Akash Gupta. Von der Telefonkonferenz am Mittwoch erwartet er nun Aussagen über mögliche Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung.

Rekordhöhen erreichten am Dienstag die Aktien von Aurubis DE0006766504, Hochtief DE0006070006 und Bilfinger DE0005909006. Aurubis erwartet laut Kreisen einen weiterhin starken europäischen Kupfermarkt. Daher sei geplant, die Kupferprämie für die europäischen Kunden um 40 Prozent anzuheben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person.

Zudem will der Kupferhersteller seine Ausschüttungsquote anheben, wie er am späten Nachmittag mitteilte. Die Aktie sprang um 9,2 Prozent hoch und stieg erstmals über 120 Euro. Bilfinger gewannen 5,0 Prozent und stehen nun kurz davor, die 100-Euro-Marke zu knacken, während Hochtief nach einem Sprung über 260 Euro schließlich um 0,7 Prozent nachgaben. Beide könnten von den umfangreichen Infrastrukturpläne der Bundesregierung profitieren./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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