Boerse, Börsenbericht

Dax zum Mittag auf Vortagsniveau - Opec+ im Fokus

05.06.2023 - 12:38:33

Der Dax hat am Montag seine anfĂ€nglichen ZuwĂ€chse bis zum Mittag weitgehend wieder eingebĂŒĂŸt.

Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 16.056 Punkten berechnet und damit nur knapp ĂŒber dem Schlussniveau vom Vortag. Gewinne konnten am Mittag trotzdem unter anderem die Aktien der Deutschen Telekom sowie die Autowerte der Porsche Holding, von Daimler Truck und Volkswagen verbuchen.

Am Ende der Kursliste rangierten unterdessen Infineon und Zalando. "Trotz der RĂŒckkehr des Deutschen Aktienindex ĂŒber die 16.000er-Marke trauen sich potenzielle KĂ€ufer noch nicht wirklich auf das Börsenparkett", sagte Konstantin Oldenburger von CMC Markets. So könne in diesen Tagen die Wall Street einiges von dem wieder aufholen, was sie in den vergangenen Monaten gegenĂŒber den davoneilenden Indizes auf dem alten Kontinent verloren hĂ€tten. Es sehe so aus, als wĂŒrde vermehrt Kapital von Europa zurĂŒck in die USA umgeschichtet - "bei einem Plus zum Beispiel im Dax von fast 40 Prozent in nur acht Monaten auch nicht ganz unverstĂ€ndlich", so der Marktanalyst. Der Ölpreis der Sorte Brent reagierte am Montagmorgen auf die ĂŒberraschende FörderkĂŒrzung von Saudi-Arabien mit einem Aufschlag von fast zwei Prozent und notierte damit auf dem höchsten Stand seit einem Monat. "Saudi-Arabien will im Alleingang seine Ölförderung im Juli um eine weitere Million Barrel pro Tag drosseln und damit dem RĂŒckgang der Rohölpreise entgegenwirken", so Oldenburger. Der "kĂŒhne Schritt" des wichtigsten Mitglieds des BĂŒndnisses zeige auch eine derzeit gute Beziehung zwischen Saudi-Arabien und Russland. "Trotz einer hohen russischen Produktion und des damit steigenden Marktanteils ist das Angebot derzeit nicht so hoch wie im Jahr 2020, als sich die beiden LĂ€nder noch um Marktanteile stritten." Interessant und nachhaltig wirksam könne die Entscheidung vom Wochenende im Fall einer ausbleibenden oder nur schwachen Rezession der Weltwirtschaft werden, erwartet der Marktexperte. Noch bremse die KĂŒrzung nur den "weiteren Verfall der Preise". Komme aber doch wieder mehr Nachfrage in den Markt als bislang erwartet, bestehe AufwĂ€rtspotenzial fĂŒr den Ölpreis. Jedoch sei es fraglich, ob die Opec eine solche Spekulation im Schilde fĂŒhre. Ihr gehe es zunĂ€chst darum, den Preis in der NĂ€he von 75 US-Dollar zu stabilisieren. Noch sei es kein Mechanismus, der die Preise in die Höhe treibe, könne aber zu einem werden. Das Treffen zeige aber auch, dass die Allianz langsam Risse bekomme. "Die ZugestĂ€ndnisse an die Vereinigten Arabischen Emirate könnten andere LĂ€nder in Zukunft ebenfalls ermutigen, Forderungen in Richtung einer höheren Produktion zu stellen", so Oldenburger. Der Ölpreis blieb unterdessen auch am Mittag bei einem deutlichen Zuwachs: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 77,44 US-Dollar, das waren 1,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Montagnachmittag etwas schwĂ€cher. Ein Euro kostete 1,0687 US-Dollar (-0,19 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9357 Euro zu haben.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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