Dax, Minus

Dax startet leicht im Minus - Anleger vor US-Wahl in Wartestellung

05.11.2024 - 09:42:45 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Dienstag mit Verlusten in den Handelstag gestartet.

Frankfurter Börse - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Frankfurter Börse - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 19.127 Punkten berechnet und damit 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Fresenius-Aktien, am Ende die Papiere von Deutscher Post und Zalando. Die am Dienstag stattfindende PrÀsidentschaftswahl in den USA werfe ihren Schatten voraus, kommentierte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, zum Handelsstart.

"In diesem Umfeld wagt kaum ein Anleger neue KĂ€ufe, da keine Umfrage einen der Kandidaten vorne sieht." Seiner Ansicht nach gibt es drei Szenarien, die Anleger nutzen können, erlĂ€uterte Stanzl. "Historisch betrachtet hatte ein Wechsel von einer demokratischen zu einer republikanischen Regierung hĂ€ufig positive Effekte auf die Börse. So fĂŒhrte der Sieg von Donald Trump bei der letzten Wahl zunĂ€chst zu einem deutlichen RĂŒckgang, bevor sich die Indizes schnell erholten und eine starke AufwĂ€rtsbewegung einsetzte", sagte er. Die Wall Street favorisiert den Republikaner. "WĂ€hrend Trump zwar die Möglichkeit hĂ€tte, durch prĂ€sidiale Dekrete zu regieren, bevorzugen Investoren StabilitĂ€t und KontinuitĂ€t - Eigenschaften, die in der Vergangenheit durch sein unvorhersehbares Handeln oft auf die Probe gestellt wurden." Sollte Kamala Harris die Wahl gewinnen und dabei auf einen von Republikanern kontrollierten Kongress treffen, könnte dies ebenfalls vorteilhaft fĂŒr die Börse sein, glaubt der Analyst. "In diesem Szenario mĂŒssten sich Investoren nicht auf die polarisierenden Maßnahmen Trumps einstellen und könnten dennoch auf eine wachstumsorientierte Ausrichtung des Kongresses bauen. Diese Kombination böte StabilitĂ€t und Planbarkeit." ZusĂ€tzlich stehe die Frage nach den möglichen Auswirkungen einer Pattsituation im Raum. "Am 2. Januar 2025 endet die derzeitige Regelung, wĂ€hrend die Finanzierung der Regierung noch bis zum 20. Dezember dieses Jahres gesichert ist. Ein Wahlergebnis ohne klare MehrheitsverhĂ€ltnisse wĂŒrde die Verhandlungen zur Schuldenobergrenze erschweren", sagte Stanzl. "Ein Zahlungsausfall der USA wĂ€re in diesem Fall kaum zu vermeiden und könnte eine Rezession nach sich ziehen, die auch die Börsen unter Druck setzen wĂŒrde." Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Dienstagmorgen etwas stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,0888 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9184 Euro zu haben. Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 75,23 US-Dollar, das waren 15 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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