Dax klettert am Mittag ins Plus - RWE profitiert, Qiagen unter Druck
28.04.2026 - 12:31:32 | dts-nachrichtenagentur.de"Die Anleger in Frankfurt positionieren sich vor den anstehenden geldpolitischen Events und dem Höhepunkt der Berichtsaison weiter an den Seitenlinien", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Zudem berge das Ausbleiben von Verhandlungserfolgen zwischen den USA und dem Iran jederzeit das Risiko einer Fortsetzung der militÀrischen Auseinandersetzung im Nahen Osten.
"Die Rohölpreise spiegeln diese Gefahr wider und notieren bei 110 US-Dollar. Das Inflationsrisiko also bleibt und kann sich urplötzlich und ohne VorankĂŒndigung auch in einem verĂ€nderten Zinsausblick der Notenbanken entladen. Noch ist die Hoffnung im Markt, dass die Unternehmen einen GroĂteil der gestiegenen Kosten zulasten der Margen wegdrĂŒcken. Ab einer bestimmten Grenze wird es jedoch auch fĂŒr die Unternehmen nicht mehr möglich sein, diese Pufferfunktion auszuĂŒben."
"Laut einer EZB-Umfrage ist die Inflationserwartung bei den Verbrauchern bereits stark gestiegen. FĂŒr die kommenden 12 Monate sehen sie Teuerungsraten von vier Prozent entgegen. Zuvor lag diese EinschĂ€tzung bei lediglich 2,5 Prozent. Dieser Effekt dĂŒrfte sich bereits in einer zurĂŒckgehenden Konsumneigung bemerkbar machen."
Im Dax findet sich RWE auf der Gewinnerliste wieder. "Die Aktie profitiert von einer positiven Analystenstudie vor der Bilanzvorlage. Weniger gefragt und damit am unteren Ende liegen die Aktien von Qiagen und Bayer. Bei Bayer rĂŒckt die anstehende Grundsatzentscheidung des höchsten Gerichts in den USA zu den Glyphosat-Klagen in den Fokus und sorgt fĂŒr Verunsicherung." Qiagen musste derweil seine Umsatzprognose deutlich senken.
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Dienstagnachmittag schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1691 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8554 Euro zu haben.
Der Goldpreis lieĂ deutlich nach, am Nachmittag wurden fĂŒr eine Feinunze 4.613 US-Dollar gezahlt (-1,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 126,85 Euro pro Gramm.
Der Ălpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 111,40 US-Dollar, das waren 2,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
