Dax bleibt zum Mittag im roten Bereich - Maue Risikobereitschaft
23.06.2023 - 12:36:10 | dts-nachrichtenagentur.deGegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.880 Punkten berechnet, 0,7 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. Die mit Abstand gröĂten EinbuĂen gab es auch am Mittag bei Siemens Energy, dahinter folgten Commerzbank und Sartorius.
Entgegen dem Trend im Plus waren Symrise und Fresenius. Die Anleger beschĂ€ftigt unterdessen weiterhin die internationale Finanzpolitik. "Die Notenbanken in Norwegen und GroĂbritannien haben die Leitzinsen doppelt so stark angehoben wie erwartet", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Das ist eine Erinnerung daran, dass der Kampf gegen die Inflation alles andere als ausgestanden ist", fĂŒgte er hinzu. Die stĂ€rkeren Zinsschritte hĂ€tten am Freitag Signalwirkung auf alle AktienmĂ€rkte weltweit. KrĂ€ftige Zinsanhebungen seien "ein zweischneidiges Schwert", denn einerseits mĂŒsse die Kaufkraft erhalten werden, andererseits aber die Inflation sinken. "Die Bank of England bewegt sich nun klar in den geldpolitisch restriktiven Bereich und der anhaltende Anstieg der Kerninflation gibt ihr nicht die Zeit abzuwarten, wie sie sich etwa die US-Notenbank jetzt in gewisser Weise eingerĂ€umt hat", so Stanzl. Die Risikobereitschaft sei vor dem Wochenende folglich "eher mau". FĂŒr Anleger und Fondsmanager mit der Angst, einen weiteren Einstieg in Richtung Allzeithoch zu verpassen, "könnte der RĂŒckgang aber eine willkommene Gelegenheit bieten". Insgesamt bleibe der Trend im Deutschen Aktienindex intakt und aufwĂ€rtsgerichtet. Daran gebe es aus Sicht der technischen Analyse auch nach dem aktuellen Rutsch keinen Zweifel, so der Marktanalyst. In Zeiten höherer Zinsen zĂ€hlten Unternehmen mit soliden Bilanzen zu den Favoriten. "Das erklĂ€rt auch, warum Siemens Energy heute so stark fĂ€llt", so Stanzl. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Freitagnachmittag schwĂ€cher. Ein Euro kostete 1,0867 US-Dollar (-0,79 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9202 Euro zu haben. Der Ălpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 73,47 US-Dollar, das waren 67 Cent oder 0,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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