Boerse, Börsenbericht

Dax startet vor Euroraum-Inflationsrate freundlich

29.09.2023 - 09:33:58 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Freitagmorgen freundlich in den Handelstag gestartet.

Frankfurter Börse - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur
Frankfurter Börse - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 15.410 Punkten berechnet, 0,6 Prozent ĂŒber dem Schlussniveau vom Vortag. Besonders deutliche ZuwĂ€chse gab es bei den Aktien von Adidas und der Commerzbank.

Die Bank hatte zuletzt angekĂŒndigt, ihre Gewinne kĂŒnftig verstĂ€rkt an die AktionĂ€re ausschĂŒtten zu wollen. Die zentrale Zahl des Tages ist die Inflationsrate fĂŒr den Euroraum. "Den SchĂ€tzungen und Markterwartungen zufolge ist die Inflationsrate fĂŒr die gesamte Eurozone sogar auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2021 gefallen", sagte Thomas Altmann von QC Partners. Sollte sich das bewahrheiten, nehme das einigen Druck von der EZB, ergĂ€nzte er. "Die Negativserie beim Dax ist fĂŒrs Erste durchbrochen." Ein positiver Handelstag nach zuvor fĂŒnf negativen in Serie sei allerdings kein Grund zur Entwarnung. Die Situation bleibe unverĂ€ndert angespannt. "Ohne nachhaltig positive Nachrichten werden die KĂ€ufer nicht in großem Stil an den Aktienmarkt zurĂŒckkehren", so der Marktanalyst. Im Moment sei schon positiv, dass der Dax nicht unmittelbar Kurs auf die Marke von 15.000 Punkten nehme. "Aktien bekommen immer stĂ€rkere Konkurrenz durch Anleihen: Die Rendite 30-jĂ€hriger Bundesanleihen ist gestern bis auf 3,16 Prozent geklettert, 30-jĂ€hrige US-Staatsanleihen wurden gestern in der Spitze mit einer Rendite von 4,81 Prozent gehandelt, kurzlaufende Anleihen werden in den USA mit der höchsten Rendite seit 17 Jahren gehandelt." Da sei absolut nachvollziehbar, wenn die Aktienquoten in den Portfolios ab- und die Anleihenquoten zunĂ€hmen. "Auch der Goldpreis leidet unter den immer höheren Anleihenzinsen: Die hohen Renditen fĂŒhren im Moment dazu, dass das unverzinste Edelmetall weniger nachgefragt wird; mittlerweile steht der Goldpreis so niedrig wie zuletzt vor 6 Monaten." FĂŒr ein Umfeld mit so hoher Unsicherheit sei das bemerkenswert, sagte Altmann. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Freitagmorgen stĂ€rker. Ein Euro kostete 1,0596 US-Dollar (+0,29 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9438 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 95,21 US-Dollar, das waren 17 Cent oder 0,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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