Dax startet freundlich - Rekordjagd geht weiter
01.03.2024 - 09:32:47Bei den Anlegern kamen die offenbar gut an: Die Aktie legte um ĂŒber zehn Prozent zu. "Der Deutsche Aktienindex gönnt sich in der laufenden Rally keine Pause", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Es scheint, als könne es der Index gar nicht erwarten, die 18.000er-Marke zu erreichen. Aus der Bodenbildung von Oktober 2023 lĂ€sst sich zunĂ€chst ein Kursziel von 18.156 Punkten ableiten", ergĂ€nzte er. Dort könne es dann zu einer höheren VolatilitĂ€t kommen. Nach mehreren schlechter als erwarteten Inflationsberichten hĂ€tten die Investoren am Donnerstag mal einen planmĂ€Ăigen Bericht zum Wert der privaten Konsumausgaben in den USA bekommen. Das gebe ihnen die Sicherheit, ihre geldpolitischen Erwartungen nicht erneut hinterfragen zu mĂŒssen, so Stanzl weiter. "Drei Leitzinssenkungen der Federal Reserve sollen es werden, eine im Juni, eine im September und eine im November." "Von diesen Aussichten profitieren vor allem die Small Caps in den USA." Der Russel 2000 Index stieg am Donnerstag zeitweise auf den höchsten Stand seit April 2022. Unternehmen mit kleinem oder mittlerem Börsenwert seien oft stĂ€rker auf Fremdkapital angewiesen. Wenn nun der Zins und damit der Preis fĂŒr Kredite in gut drei Monaten falle, dann lasse das diese Aktien attraktiver erscheinen, zumal sie relativ gĂŒnstig bewertet seien. Auch die Bankaktien seien an der Wall Street gefragt. Sie könnten sich auf ein Marktumfeld einstellen, in dem sie weniger restriktiv bei der Kreditvergabe sein mĂŒssen. Als Profiteur der sich festigenden Fed-Zinssenkungserwartungen fĂ€nden sich auch die asiatischen Börsen. Die Bodenbildung bei chinesischen Aktien nehme Gestalt an. Die Anleger erhofften sich nun neue Impulse von der Sitzung des Nationalen Volkskongresses in der kommenden Woche. "Chinas Aktienmarkt ist Chefsache geworden." PrĂ€sident Xi wolle sich persönlich darum kĂŒmmern. "Die Ergebnisse seiner Beratungen könnten bereits kommende Woche veröffentlicht werden. Das weckt zusĂ€tzliche Fantasie", sagte Stanzl. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Freitagmorgen etwas stĂ€rker. Ein Euro kostete 1,0816 US-Dollar (+0,10 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9246 Euro zu haben. Der Ălpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 82,07 US-Dollar, das waren 16 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


