Dax startet kaum verÀndert - Iran-Konflikt belastet
20.02.2026 - 09:31:53 | dts-nachrichtenagentur.de"Die Bereitschaft zu sofortigen Gewinnmitnahmen nach einem einzigen starken Tag deutet auf eine hohe Beteiligung kurzfristiger HĂ€ndler hin", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die Möglichkeit eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs der USA auf den Iran lasse eine ungezĂŒgelte Rally im Dax derzeit nicht zu. "Der Anstieg des Ălpreises mahnt die Anleger, es mit dem Risiko vor dem Wochenende nicht zu ĂŒbertreiben."
"Die ĂlmĂ€rkte haben damit begonnen, ein wachsendes Risiko eines militĂ€rischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran einzupreisen", so Stanzl. Dabei stehe weniger die tatsĂ€chliche iranische Ălproduktion als vielmehr die Möglichkeit einer Blockade der StraĂe von Hormus im Zentrum der Aufmerksamkeit. "Durch die Meerenge werden tĂ€glich rund 20 Millionen Barrel Erdöl transportiert, das entspricht gut einem FĂŒnftel des weltweiten Bedarfs. Sie ist auĂerdem der wichtigste Transportweg fĂŒr LNG nach Europa."
Die Risiken fĂŒr das europĂ€ische LNG-Angebot kĂ€men ausgerechnet zu einer Zeit, in der die LagerfĂŒllstĂ€nde bereits niedrig seien, fĂŒgte der Analyst hinzu. "Niedrige Gasspeicher lassen kaum Spielraum fĂŒr zusĂ€tzliche Belastungsproben. Die europĂ€ischen Gaspreise könnten daher empfindlicher reagieren als der Ălpreis, dessen weltweite Lager ĂŒberdurchschnittlich gefĂŒllt sind."
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Freitagmorgen etwas schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1756 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8506 Euro zu haben.
Der Ălpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 71,63 US-Dollar; das waren 3 Cent oder 0,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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