Börsenbericht, Livemeldung

Dax startet im Plus - Irans Drohwirkung lÀsst nach

18.03.2026 - 09:30:46 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Mittwochmorgen mit Gewinnen in den Handelstag gestartet.

Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.845 Punkten berechnet, und damit 0,5 Prozent ĂŒber dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Heidelberg Materials, die Deutsche Bank und Siemens Energy, am Ende die Deutsche Telekom, die Hannover RĂŒck und FMC.

"In der dritten Woche des Iran-Krieges versucht sich der Dax ernsthaft an einer Stabilisierung", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die Hoffnungen der Anleger stĂŒtzten sich darauf, dass sich der feste Griff des Iran um den globalen Energiemarkt Schritt fĂŒr Schritt lockern werde. "Weltweit wĂ€chst der politische Druck auf US-PrĂ€sident Trump, die Straße von Hormus wieder passierbar zu machen."

"Zugleich verlagern Saudi-Arabien und der Irak ihre Exporte", so Stanzl. "Sie nutzen Pipelines, um Öl zu sicheren HĂ€fen zu bringen." Das sei eine große Sache fĂŒr den Ölmarkt. Denn auch wenn dadurch nicht die gesamte Ölproduktion dieser LĂ€nder exportiert werden könne, verliere die iranische Blockade der Meerenge von Hormus dadurch ein StĂŒck weit an Bedeutung.

"An den MĂ€rkten, an denen die Zukunft gehandelt wird, ist man gedanklich bereits einen Schritt weiter. Dort wird darĂŒber nachgedacht, was vom Ölpreisanstieg bleiben wird", fĂŒgte der Analyst hinzu. "Morgen und ĂŒbermorgen Ă€ußern sich die Zentralbanken zu diesem Thema. Die Aussagen der Federal Reserve und der EZB werden Anlegern helfen, die Inflationsgefahren besser einzuordnen." Viele hofften, dass die Lieferketten im Mittleren Osten wieder anspringen - wenn auch nicht vollstĂ€ndig. "Die Inflationserwartungen sollen stabil bleiben. Niemand will eine neue Inflationswelle, nachdem die Auswirkungen der letzten noch gar nicht richtig verarbeitet worden ist."

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Mittwochmorgen etwas schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1518 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8682 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen etwas: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 102,30 US-Dollar; das waren 115 Cent oder 1,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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