Dax, Handels-Unsicherheit

Dax startet kaum verÀndert - Handels-Unsicherheit nimmt zu

21.07.2025 - 09:32:21

Der Dax ist am Montag kaum verÀndert in den Handelstag gestartet.

Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.300 Punkten berechnet und damit minimal ĂŒber dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten BASF, Siemens und Heidelberg Materials, am Ende FMC, die Commerzbank und Rheinmetall. "Die Unsicherheit rund um die Handelspolitik nimmt immer weiter zu", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets.

"Auch wenn sich die EuropĂ€ische Union mit den USA einigt, dĂŒrfte im besten Fall ein Rahmenabkommen vorgestellt werden." Details werde man zwangslĂ€ufig weiter aushandeln mĂŒssen. "Realistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Unsicherheit auch nach dem 1. August anhĂ€lt. Die Anleger versprechen sich von einem Deal mit den USA vielleicht ein wenig zu viel." Die Stimmung an der Börse sei zu schnell zu gut geworden, so Stanzl. Kurzfristig lege die Sentimentanalyse eine AbkĂŒhlung nahe. Auch die jĂŒngsten Kursbewegungen im Dax seien verdĂ€chtig. "Das neue Rekordhoch vom 10. Juli sieht mit ein paar Tagen Abstand betrachtet wie eine mögliche Bullenfalle aus." Die Rally habe sich seither nicht fortgesetzt. "Die BestĂ€tigung fĂŒr die Bullenfalle kĂ€me dann, wenn der Dax wieder unter 24.000 Punkte fiele. Dann droht eine Trendwende mit etwas ausgedehnteren Kursverlusten", sagte der Marktexperte. Das wĂŒrde auch zur Jahreszeit passen. Im schlimmsten Fall könnte diese Bewegung den Dax gut zehn Prozent kosten. "Auch ein RĂŒckgang bis in die Region 21.000/22.000 Punkte lĂ€sst sich bei moderater Ausdehnung einer Korrektur ableiten." GrĂŒnde fĂŒr fallende Dax-Kurse gebe es viele. "Die EuropĂ€ische Zentralbank wird die Leitzinsen am Donnerstag nicht weiter senken und könnte Signale senden, erst einmal abwarten zu wollen. Die Berichtssaison könnte die eine oder andere EnttĂ€uschung mit sich bringen, weil die Zoll-Unsicherheit, Geopolitik und der gestiegene Euro Probleme bereiten." Es gelte aber auch: "Bleibt der Dax ĂŒber 24.000 Punkten und markiert sogar neue HöchststĂ€nde, dann wĂ€re die Gefahr einer Trendwende gebannt", so Stanzl. Jetzt hĂ€nge vieles an den Zugpferden im Dax, die beweisen mĂŒssten, dass sie die SchwĂ€che anderer Sektoren kompensieren können. "Ob das gelingen wird, muss abgewartet werden. Die Zahlen aus den Bilanzen werden es zeigen." Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagmorgen etwas stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1642 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8590 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 69,17 US-Dollar; das waren 11 Cent oder 0,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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